Transatlantic Race
"Comanche" stellt Einrumpf-Rekord auf

Der 100-Fuß-Maxi-Racer hat die bisherige Bestmarke für die in 24 Stunden zurückgelegte Distanz verbessert – auf unglaubliche 618 Seemeilen

  • Lars Bolle
 • Publiziert am 13.07.2015

Rolex/Carlo Borlenghi "Comanche" beim Rolex-Sydney-Hobart-Rennen 2014

Was für viele Fahrtensegler ein ausgedehnter Sommerurlaub wäre, absolvierte das amerikanische Maxi-Geschoss in 24 Stunden. Zwischen 5.30 UTC am Freitag und 5.30 UTC am Samstag segelte der 100-Fuß-Neubau "Comanche" 618,01 Seemeilen, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 25,75 Knoten entspricht. Am Sonntag vor einer Woche war "Comanche" von Newport aus ins Transatlantic Race gestartet und erreichte heute morgen das Ziel Lizard Point, wurde achte nach gesegelter Zeit.

Die bisherige 24-Stunden-Bestmarke stand bei 596,6 Seemeilen, aufgestellt vom Volvo 70 "Ericsson 4" während des Volvo Ocean Race 2008/09.

"Comanche" ist ein VPLP-Design und vom Netscape-Mitgründer James Clark in Auftrag gegeben. "Das ist, was er wollte: den schnellsten Einrumpfer der Welt", sagte Skipper Ken Read. Nach seinen Angaben lag die Höchstgeschwindigkeit über längere Phasen bei über 30 Knoten.

Übrigens: Der 24-Stunden-Rekord ist kein Etmal-Rekord, wie häufig verbreitet wird. Ein Etmal ist die zurückgelegte Strecke von Schiffsmittag zu Schiffsmittag, ein historisch überlieferter Wert, gemessen bei Sonnenhöchststand. Der 24-Stunden-Rekord dagegen ist an keine bestimmte Startzeit gebunden und wird fortlaufend gemessen, so sind größere Strecken möglich.

YACHT-Autor Dieter Loibner segelte auf "Comanche" vor deren Start über den Atlantik. Seine Erlebnisse schildert er in YACHT 17/2015, ab 5. August am Kiosk.

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Themen: ComancheRekordTransatlantic Race

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