Regatta
Clipper Race endet in Hull

Deutsche Teilnehmerin an Bord der Gewinneryacht „Spirit of Australia”

  • YACHT Online
 • Publiziert am 19.07.2010

on Edition Die Viertplatzierte „Hull & Humber“ bei der Ankunft in England

Zehntausende Zuschauer begrüßten die Schiffe bei ihrer Ankunft im nordenglischen Hull. Nach 35.000 aufregenden Seemeilen, einigen Havarien und engen Rennverläufen endete das Rennen am vergangenen Sonntag.

Nein, eine entspannte Tour um die Welt war das nicht, hier wurde um die Siege in den sieben Etappen und den anschließenden Inshore-Races gekämpft. Dabei ging es mitunter ganz schön hart zur Sache. Vor Java läuft eine der 68-Fuß-Yachten auf ein Riff, Resultat: Totalverlust. Im Nordpazifik muss der Skipper der „Jamaica Lightning Bolt” von der japanischen Küstenwache abgeborgen werden. Er hatte sich ein Bein gebrochen, nachdem er von einer Welle quer über das Deck gespült wurde. Kurz vor Qingdao verliert die „Team Finland” ihren Mast.

Trotzdem sind die meisten Teilnehmer begeistert, der Teamgeist an Bord der Yachten ist enorm — eine wichtige Voraussetzung dafür, die zahlenden Gäste dazu zu bringen, sich immer wieder zu schinden, um schnell zu segeln.

So berichtet die deutsche Teilnehmerin Sandra Paulus auf ihrer Homepage von Seekrankheit zu Beginn der Etappen oder von der Hitze oder Kälte unter Deck der Yachten, die weder Heizung noch Kühlschrank haben. Die Seglerin aus Coburg, die zuletzt in Sydney lebte, war auf allen Etappen an Bord des Siegerschiffes „Spirit of Australia” dabei. Schlussendlich ziehen die Teilnehmer und Organisatoren eine positive Bilanz, wohl auch wegen des triumphalen Empfanges der Flotte durch mehrere zehntausend begeisterte Zuschauer in Hull.

Sir Robin Knox-Johnston, sozusagen der Vater dieser Regatta, heißt die Teilnehmer willkommen und erinnert sie daran, dass in den vergangenen neun Monaten Unglaubliches geleistet wurde. Er animiert die Crews dazu, auch weiterhin zu segeln. Das ist nicht selbstverständlich, brachten doch 40 Prozent der Teammitglieder keinerlei Segelerfahrung mit. Dies zeigt, dass der Wassersport bei der Veranstaltung auch als Mittel zum Zweck diente, um die Menschen an Bord an ihre Grenzen und darüber hinaus zu treiben. Das ist zweifellos gelungen.

Das Endergebnis:

1. Spirit of Australia, 128 points
2. Team Finland, 105.3
3. Cape Breton Island, 104
4. Hull & Humber, 98
5. Jamaica Lightning Bolt, 98
6. Uniquely Singapore, 76
7. Qingdao, 74
8. Cork, 56.8
9. Edinburgh Inspiring Capital, 53
10. California, 42


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Themen: Clipper RaceRegatta

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