YACHT MdM
Champions segeln souverän ins Match-Finale

Drei Teams mit zwei Tagessiegen, Mit-Favorit Wieser disqualifiziert

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 23.10.2004

N. Krauss Dicht an dicht erreicht das Feld die Luvmarke

Am ersten Tag der 25. Yacht Meisterschaft der Meister haben sich die favorisierten Teams im Feld der 35 Spitzenmannschaften aus ganz Deutschland durchgesetzt. Insbesondere die beiden Rekordsieger Dr. Wolfgang Hunger (Strande) und Karol Jablonski (Polen), die mit fünf Siegen Bug an Bug die ewige Bestenliste des Kult-Events anführen, qualifizierten sich souverän für die Matchrace-Finalläufe am Sonntag.

Während das Team von 505er-Europameister Hunger mit zwei Siegen die Spitze des Klassements übernahm, kam Jablonski als Gruppen-Zweiter weiter. Auch Titelverteidiger Carsten Kemmling (Hamburg) und der amtierende Deutsche Matchrace-Meister Andreas Willim (Goltoft) wurden ihrem Favoritenstatus gerecht, behielten mit je zwei Siegen eine weiße Weste und segeln morgen auf der Außenalster um den begehrten Titel.

Einen prominenten Favoritensturz aber gab es doch: Die Mannschaft von Markus Wieser (Starnberg/Palma de Mallorca), ehemalige Nummer drei der Matchrace-Weltrangliste, verpasste den Einzug ins Finale der besten zehn Crews nach einer Disqualifikation wegen unerlaubten Pumpens. Zwar hatte sich Wieser nach der umstrittenen Situation mit einem Strafkringel bereinigt, doch laut Reglement hätte sich der Steuermann vom Starnberger See mit einem Doppelkreis entlasten müssen. „Das ist schon ärgerlich“, sagte Matchrace-Spezialist Markus Wieser, „wir hätten natürlich gerne die Matchrace-Finalläufe erreicht.“

Den Titel „Bademeister der Meister“ sicherte sich am Sonnabend der zweimalige 470er-Weltmeister Rolf Schmidt (Berlin) im Boot von Dr. Wolfgang Hunger. Schmidt ging bei Winden zwischen drei und fünf Beaufort gleich zweimal über Bord. O-Ton eines Zuschauers: „Über 100 Meter Freistil ist er jetzt schon Meister.“ Dass Hunger trotzdem beide Rennen gewann, beeindruckte nicht nur die Konkurrenz. Kurz davor war bereits am Mittag die Streamline von Jens Goritz und seiner Mannschaft in einer Böe gekentert. Der Deutsche Meister im Hobie 16, der sonst meist auf zwei Rümpfen unterwegs ist, konnte das sportlich-dynamische Boot allerdings blitzschnell wieder aufrichten.

Die Qualifikanten für das Matchrace-Viertelfinale der besten 10 Teams am Sonntag ab 9 Uhr:
1. Dr. Wolfgang Hunger (Strande/2 Punkte); Andreas Willim (Goltoft/2 Punkte); Carsten Kemmling (Hamburg/2 Punkte); 4. Wilfried Schweer (Steinhude/4 Punkte); 5. Christian Kellner (Hechendorf/4 Punkte); 6. Karol Jablonski (Polen/5 Punkte); 7. Marcus Baur (Kiel/5 Punkte); 8. Lutz Stengel (Rostock/5 Punkte); Lucas Zellmer (Berlin/5 Punkte); 10. Christoph Nielsen (Berlin/7 Punkte); 11. Torsten Bastiansen (Flensburg/7 Punkte); 12. Wilfried Schomäker (Bad Zwischenahn/8 Punkte.


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