STG Awards
Buhl siegt bei "Berlinale" in Hamburg

Philipp Buhl ist Segler des Jahres 2012. Der Allgäuer wurde bei den STG Awards in Hamburg geehrt. Die meisten Preise gingen nach Berlin

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 15.02.2013

"Berlinale" in Hamburg: Bei den STG Awards räumten Berliner Sportler, Trainer und der Yachtclub Berlin-Grünau die Preise ab. Die große Ausnahme bildete Ausnahmetalent Philipp Buhl. Der Sonthofener Sportsoldat wurde in Abwesenheit zum Segler des Jahres 2012 gekürt. Der 23-Jährige kämpft aktuell als Skipper mit Steuermann Erik Heil und dem deutschen STG/NRV-Team vor San Francisco um den Einzug in den Youth America's Cup, der im Sommer vor dem 34. Duell um den America's Cup im Revier zwischen Golden Gate Bridge und Alcatraz ausgerichtet wird.

okPress Philipp Buhl bei seinem Kieler-Woche-Sieg 2012

STG/Koy Skipper und Steuermann des STG/NRV-Teams für den Youth America's Cup: Philipp Buhl und Erik Heil

Buhl konnte sich bei der Wahl gegen den Olympia-Vierten und RS:X-Surfer Toni Wilhelm, den Olympia-Achten Simon Grotelüschen, die beiden mit Silber dekorierten Paralympics-Teams um Heiko Kröger und Jens Kroker sowie die Olympia-Fünfte Moana Delle durchsetzen. Ausschlaggebend für Buhls Erfolg waren seine Siege bei der Kieler Woche und der Europameisterschaft der Laser sowie insgesamt zwei gewonnene Weltcup-Läufe. Buhls Strahlkraft und seine glänzenden Perspektiven haben die Juroren offenbar am stärksten beeindruckt und dazu bewogen, auf die Zukunft zu setzen. Mit Blick auf die Olympischen Spiele 2016 gilt Buhl als strahlender Hoffnungsträger.

Marek Chocian/STG Foto des Jahres 2012: Erik Heils Flugschwalbe während der Kenterung seines 49ers hat Seltenheitswert

Neben Buhl wurde mit Marek Chocian ein weiterer Nicht-Berliner ausgezeichnet. Dem polnischen Trainer gelang mit einem seltenen Schnappschuss das beste Foto des Jahres. Chocian wurde dafür mit dem Medienpreis ausgezeichnet. Das Bild zeigt einen kenternden 49er und eine spektakuläre "Flugschwalbe" von Steuermann Erik Heil.

tati Trainer des Jahres 2012: Bernd "Backe" Zirkelbach

Trainer des Jahres ist Bernd "Backe" Zirkelbach. Der 60-jährige Erfolgscoach, im Einsatz für das Sailing Team Germany und den Deutschen Behindertensportverband, führte im vergangenen Sommer die beiden paralympischen Mannschaften mit den Skippern Kröger und Kroker zu Silber. Insgesamt gewann er mit diesen Teams in den vergangenen zwölf Jahren zweimal Gold und dreimal Silber. Der studierte Segeltrainer setzt sich seit Jahren maßgeblich und leidenschaftlich für die gleichberechtigte Integration und die verstärkte Förderung von Seglern mit Handicap ein. Er fordert und gibt viel. Dafür wurde er bei der Gala im ehemaligen Hamburger Hauptzollamt belohnt.

STG Im vergangenen Jahr wurde der Verein Seglerhaus am Wannsee zum Verein des Jahres gewählt, dieses Mal geht der Preis an Jochen Schümanns Heimatverein Yachtclub Berlin-Grünau

Der Pokal für den erfolgreichsten Segelverein des Jahres muss keine weite Reise antreten, wechselt vom Verein Seglerhaus am Wannsee hinüber zum Yachtclub Berlin-Grünau an den Müggelsee. Der Heimatverein des dreimaligen Olympiasiegers Jochen Schümann zäht mit drei Gold-, einer Silber- und einer Bronzemedaille zu den erfolgreichsten Segelclubs in Deutschland. Als einer der wenigen Vereine verfügt der YCBG über eine rollstuhlgerechte Steganlage. In dem vergleichsweise kleinen Verein lernte nicht nur Jochen Schümann, sondern auch der Olympia-Sechste Robert Stanjek – mit Frithjof Kleen Segler des Jahres 2011 – und 49er-Vorschoter Hannes Baumann das Segeln. Auch Bernd Zirkelbach ist hier Mitglied.

"Berlin, Berlin!", entwickelte sich zum Motto des Abends, durch den TV-Moderatorin Susann Atwell führte und wertvolle Preise der STG-Partner SAP und Audi sowie der Förderer Marinepool und Liros "regnen" ließ. Auch die Newcomer des Jahres und einzigen weiblichen Gewinnerinnen in den gemischten Kategorien repräsentieren den Verein Seglerhaus am Wannsee sowie den Segelklub Bayer Uerdingen. Die 21 Jahre junge Steuerfrau Annika Bochmann und ihre 20-jährige Vorschoterin Elisabeth Panuschka leben und trainieren in Kiel. Das Duo sitzt erst seit einem Jahr in einem Boot. In dieser kurzen Zeit erkämpften sich die Frauen Platz zwei bei der Jugend-Europameisterschaft der 470er und den Sieg bei der Jugend-Europameisterschaft. Als EM-Dritte bei den Senioren zeigten die beiden aber schon, dass mit ihnen auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2016 zu rechnen sein wird.


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