Sailing World Cup
Buhl bleibt cool, Meyer/Stoffers stark

Noch segelt die deutsche Nationalmannschaft beim Weltcup vor Miami auf Formsuche. Einige Teams aber überzeugen mit Weltklasse-Leistungen

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 28.01.2015

USSailing 49er-Crew vor Miami auf der Jagd nach Weltcup-Punkten

Mark lloyd/Oman Sail Philipp Buhl zu Saisonbeginn in Top-Form

"Die Ränge elf, vier und vier. Dazu schöner Wind und Sonne. Was will man mehr?" Dass Philipp Buhl beim Saisonauftakt vor Miami gut drauf ist, verraten nicht nur seine Worte und seine Ergebnisse. Der 24-jährige WM-Vierte aus Sonthofen wirkt nach intensivem Wintertraining beflügelt, physisch fit und mental stark. Am zweiten von sechs Regattatagen schob sich der Allgäuer im mit 105 Startern besetzten größten Weltcup-Feld der olympischen Laserklasse auf Platz fünf vor, mitten hinein in die führende Gruppe der Stars der Szene. Die Flotte wird nach fünf Wettfahrten vom neunmaligen brasilianischen Weltmeister Robert Scheidt souverän angeführt.

49er Euros MICK Meyer/Stoffers im Einsatz

Für eine Überraschung sorgten am Dienstag die 49er-FX-Seglerinnen Leonie Meyer und Elena Stoffers. Die Kielerinnen nutzten ihre Starkwind-Stärke und stießen mit einem Tagessieg und weiteren einstelligen Rängen in die Weltspitze vor, liegen nach fünf Wettfahrten auf Platz drei hinter den führenden Neuseeländerinnen Alexandra Maloney/Molly Meech und nur zwei Zähler hinter den brasilianischen Weltmeisterinnen Martine Soffiatti Grael und Kahena Kunze. Gleichzeitig fielen Tina Lutz/Susann Beucke (Holzhausen/Strande) nach ihrem so gelungenen Einstieg  am zweiten Regattatag mit den Rängen 22, 28, 35 und 16 auf Platz 18 zurück. Auf Platz 17 verbesserten sich die WM-Fünften Victoria Jurczok/Anika Lorenz mit den Rängen 24, 33, drei und fünf.

Auch für den Münchner 470er-Olympiateilnehmer Ferdinand Gerz und sein Vorschoter Oliver Szymanski ging es voran. Das Duo blieb am zweiten Tag einstellig, verbesserte sich mit den Rängen sieben und acht auf Platz sieben und ist damit eine von nur drei deutschen Mannschaften, die sich nach dem ersten Weltcup-Drittel einen Platz in den Top Ten erkämpft haben. Die Autenrieth-Brüder Julian und Philipp sind Elfte in der Flotte der 44 olympischen Zweihand-Jollen, die nach vier Rennen von den Griechen Panaglotis Mantis/Pavlos Kaglialis angeführt wird. Die Weltmeister Mathew Belcher/Will Ryan sind Dritte.

USSailing Kein gelungener Start für Heil/Plößel, die am rechten Bildrand mit der Segelnummer GER 12 zu erkennen sind

Die 49er-Europameister Erik Heil/Thomas Plößel und Laser-Radial-Europameisterin Svenja Weger dagegen haben ihre Ideallinien noch nicht gefunden. Beide blieben als jeweils 19. in ihren Feldern bislang unter ihren Möglichkeiten. Für Leichtwind-Ass Weger waren die bislang eher stürmischen Bedingungen schwer zu parieren. Auch RS:X-Surfer Toni Wilhelm blieb an den ersten beiden Weltcup-Tagen hinter den eigenen Erwartungen zurück. Der Olympia-Vierte aus Dogern liegt nach sechs Rennen auf Platz 15. Mit dem Bonus junger Nachwuchscrews im Einsatz, belegen die deutschen Nacra-17-Crews Jan Hauke Erichsen/Lea Spitzmann und Paul Kohlhoff/Carolina Werner nach sechs Rennen die Plätze 19 und 21 unter 48 Katamaran-Mixed-Crews.

USSailing Start nach Maß, aber trotzdem noch nicht dort, wo er sein will: RS:X-Surfer Toni Wilhelm muss beim Weltcup vor Miami von Platz 15 aus aufholen

Hier geht es zu den Ergebnissen und Nachrichten:

http://miami.ussailing.org

USSailing Bilderbuchfoto der Nacra-17-Flotte vor Miami


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