GC32 Tour
Boris Herrmann jetzt auch auf Foils

Rookies auf Flügeln: Für den Yacht Club de Monaco geht der Hamburger Hochsee-Profi morgen erstmals mit Pierre Casiraghi an den Start

  • Jochen Rieker
 • Publiziert am 25.05.2016

Malizia Team Malizia erstmals bei der GC32 Tour am Start

Als Skipper und Navigator hat er sich auf Hochseeregatten und bei Rekordversuchen internationales Renommee erworben. Jetzt versucht sich Boris Herrmann auf deutlich engerem Revier: Morgen beim Start der diesjährigen GC32 Tour sitzt er als Taktiker mit dem monegassischen Prinzen Pierre Casiraghi auf dem foilenden Zehn-Meter-Kat.

Malizia Boris Herrmann (2. v. l.) mit Crew

Schon seit dem Winter hatten die beiden, die sich auf dem Volvo 70 "Maserati" kennengelernt hatten, mit dem GC32 trainiert. Ihr Team gilt als eines der jüngsten. Mit dabei sind Sebastien Col (Großschot), Adam Piggott (Vorsegel) und Richard Mason (Vorschiff). Boris Herrmann fährt den Traveller und macht die Taktik, Pierre Casiraghi steuert.

Der Name ihres Teams, "Malizia", nimmt Bezug auf den Gründer der monegassischen Dynastie, Francesco Grimaldi, der im 13. Jahrhundert von Genua aus per Boot das Mittelmeer bereiste.

Ob die Rookies aus dem Fürstentum mit der Konkurrenz im GC32 mithalten können, wird sich rasch zeigen. Zehn Boote werden bei der Auftaktveranstaltung der Serie am Gardasee an den Start gehen, doppelt so viele wie im Vorjahr. Und es sind große Namen dabei: Yann Guichard mit Spindrift Racing etwa, Franck Cammas auf Norauto und Flavio Marazzis Armin Strom.

Deshalb stapelt Pierre Casiraghi vor dem ersten Rennen bewusst tief: "Wir sind die jüngste Crew, und ich bin mit Abstand der unerfahrenste Steuermann in diesem Zirkel. Deshalb kann ich mich glücklich schätzen, von einem Team umgeben zu sein, das bereit ist für die Herausforderung."

Die GC32-Serie wird auf dem gleichen One-Design-Kat ausgetragen wie – erstmals in diesem Jahr – die Extreme Sailing Series. Er gilt als anspruchsvoll zu segeln. Anders als die AC45-Kats der America's Cup World Series hat er kein Flügelrigg, sondern ein konventionelles Membran-Großsegel. Der Tragflügel-Kat wiegt leer 750 Kilogramm und trägt unter Gennaker 150 Quadratmeter Segelfläche.

Die Tour umfasst fünf Events: Nach dem Start in Riva sind Stopps im Rahmen der Copa del Rey vor Palma, in Marseille, ein weiterer Auftritt am Gardasee sowie in einem noch nicht genannten Revier auf dem Programm. Wegen der großen Zahl der Wettbewerber versprechen die Regatten spannend zu werden.

Video-Zusammenfassungen, Berichte und Ergebnisse ab morgen, Donnerstag, den 26. Mai 2016, hier! 


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Themen: Boris HerrmannFoilsGC32 TOURGC 32 TourMaseratiPierre CasiraghiTeam Malizia

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