Barcelona World Race
Blinker links setzen, nächster Versuch

Boris Herrmann und Ryan Breymaier gelang es erneut, sich mit "Neutrogena" bis auf 14 Meilen an die schweizerische "Mirabaud" heranzukämpfen

  • Johannes Erdmann
 • Publiziert am 14.02.2011

barcelonaworldrace.org Das Cockpit der "Neutrogena"

In der vergangenen Nacht konnte das deutsch-amerikanische Team den Rückstand halbieren. Heute früh erreichte "Neutrogena" gar die höchsten Durchschnittsgeschwindigkeiten des Feldes. Noch 2.000 Seemeilen bis Neuseeland.

Sechs bis sieben Tage liegen in etwa noch vor Herrmann und Breymaier, bis sie in der Enge zwischen den beiden Inseln Neuseelands ganz dicht unter Land kommen. "Neutrogena" segelt nun wieder 0,2 Knoten langsamer als "Mirabaud".

Währenddessen steht "Virbac-Paprec 3" kurz vor der Passage bei Neuseeland. Sicher werden in den kommenden Tagen interessante Fotos der Schiffe in Landnähe entstehen, nur knapp 7 Wochen nach Verlassen von Barcelona. Dennoch sind die Teams spät dran — an Bord der "Neutrogena" ist beispielsweise nur für 91 Tage Nahrung an Bord. Jetzt sieht es jedoch eher nach einer Renndauer von 105 Tagen aus. Herrmann und Breymaier sparen bereits an ihren täglichen Rationen.

barcelonaworldrace.org "Groupe Bel" mit Sébastien Audigane an der Pinne

"Groupe Bel" plant nach reichlicher Überlegung, einen technischen Stopp in Wellington einzulegen, um den gerissenen Gennaker reparieren zu lassen. Die Unterbrechung wird sie viele Meilen kosten, da die Regeln vorschreiben, dass ein Stopp nach Verlassen des Indischen Ozeans mindestens 48 Stunden dauern muss. Bei Tagesetmalen von über 300 Seemeilen heißt das, dass sie zumindest ihren vierten Platz an "Renault" verlieren werden, vielleicht sogar auch den fünften und sechsten an "Mirabaud" und "Neutrogena".

Ganz im Westen des Feldes holt die schwarze "Hugo Boss" immer weiter auf. Vor zwei Tagen gelang es ihr, "Gaes" mit Dee Caffari und Anna Corbella zu überholen. Nun liegt "Hugo Boss" bereits 114 Meilen vor den beiden Frauen und nur noch 233 Meilen hinter "Neutrogena". Nachdem das Schiff im Atlantik zu den langsameren zählte, scheint es jetzt im Southern Ocean sein ganzes Potenzial zeigen zu können.


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Themen: Barcelona World RaceBoris HerrmannHugo BossNeutrogena

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