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Bilderbuchstart der zweiten Gruppe

Am Samstag starteten die drei Maxis ins Rennen. Verletzte von der "HSH Nordbank" abgeborgen.

  • Lasse Johannsen
 • Publiziert am 24.06.2007

Copyright NRV-Marketing Rambler passiert als Erste die Linie vor der traditionellen Startkanone

Während in Newport bei Bilderbuchwetter und Champagner an Deck gestartet wurde, fand auf dem Nordatlantik eine schwierige Bergeaktion statt. Jetzt sind alle Yachten (wieder) im Rennen.

Sonnenschein und jede Menge Zuschauer: das war das Bild als die drei Großen am Samstag einen perfekten Vorwindstart hinlegten. Bei vierzehn Knoten Wind aus Nordwest entschied vor allem das Timing, rechtzeitig, aber nicht zu früh an der Linie zu sein, über einen guten Start. Und der war nicht nur aus renntaktischen Gründen wichtig.

Für die 54 Meter lange und 438 Tonnen verdrängende "Parsifal III" wären Manöver des letzten Augenblicks an der Startlinie wegen ihrer Größe ein echtes Problem geworden. Umso entspannter knallten nach dem Passieren der Linie an Deck die Champagnerkorken. Die Crew um den Großindustriellen Dr. Jürgen Großmann sieht nun einer eher luxuriösen Überfahrt entgegen.

Die Führung übernahmen dementsprechend die beiden sportlicheren Racer. Als erste ging die 27 Meter lange "Rambler" mit Skipper Ken Read und Profi-Crew über die Linie. Die Kohlefaseryacht mit Wasserballast begab sich nach dem Start auf einen nördlichen Kurs zum Point Alfa. Dicht gefolgt wird sie derzeit etwas weiter südlich von "Bon-Bon", dem mit knapp 19 Tonnen leichtesten Maxi-Racer des Rennens.

Einen Wiedereintritt in das Rennen konnte die "HSH-Nordbank" (Lotta) nach Abbergen der verletzten Kerstin Tröger vermelden. Die Küstenwache bringt die 41-Jährige Mitarbeiterin der namensgebenden Bank jetzt nach Neufundland. Für die "HSH-Nordbank" heisst das, Kurs auf Point Alfa zu nehmen und hinter dem Feld her zu segeln.

Das Feld der ersten Startgruppe hat derweil den Point Alfa hinter sich gelassen und segelt Kurs Nord, um ein großes Schwachwindgebiet zu vermeiden, dessen Ausläufer die Flotte bereits abgebremst hat. Mit den großen Etmalen ist es nun erstmal vorbei.

Selbst "Outsider" und "Chieftain", die bereits etwa 400 Meilen zwischen sich und das nachfolgende Feld bringen konnten, sind auf unter 10 Knoten Bootsgeschwindigkeit gefallen. Dafür können nun die Klamotten endlich wieder getrocknet und auch Kraft getankt werden.


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Themen: AtlantikBonBonHSH Nordbank Blue RaceOutsiderRambler

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