Portimão Global Ocean Race
Bereits jetzt erste Meldungen für 2011/12

In fünf Etappen auf Class-40-Yachten um die Welt. Die Planungen beginnen – das PGOR geht in die zweite Runde

  • Johannes Erdmann
 • Publiziert am 25.08.2009

A.Bennett FujiFilm

Der Kurs und die Etappenziele bleiben dieselben, nur der Starthafen steht derzeit noch nicht fest. Dennoch haben schon jetzt erste Teilnehmer auf der Meldeliste unterschrieben. 25 Boote werden an der Startlinie erwartet.

"Durch die ausgezeichnete Seemannschaft der Teilnehmer im vergangenen Rennen und unserer sorgsamen Planung haben wir bewiesen, dass diese Boote in der Lage sind, ein Rennen um die Welt mit größter Sicherheit und dem höchsten Grad des Wettkampfes zu überstehen", zog Rennleiter Josh Hall ein Fazit des Portimão Global Ocean Race 2008/09.

Im September 2011 soll nun der neue Start erfolgen, der die aus Einhandseglern und Zweihandcrews bestehende Flotte — wie gehabt — mit den Etappenzielen Portimão, Kapstadt, Wellington, Ilhabela und Charleston in fünf Etappen um die Welt führt. Vorteil an der gleichbleibenden Route ist, dass dadurch die Etappen mit dem vorherigen Rennen verglichen und Streckenrekorde gebrochen werden können.

Insgesamt sind in der zweiten Ausgabe des Rennens 25 Boote zugelassen, wobei 20 Teams aus angemeldeten und fünf aus von den Veranstaltern persönlich eingeladenen Teilnehmern bestehen werden. Allesamt müssen bis zum Start als Qualifikation 2.000 Seemeilen auf ihren Booten zurückgelegt haben. Wie schon 2008/09 gibt es erneut die Möglichkeit, mit einem größeren Team bis zu sechs Personen teilzunehmen, wobei die Zweiercrews im Laufe des Rennens ausgetauscht werden. So ist es möglich, die Teilnahmekosten so klein wie möglich zu halten und beispielsweise als Yachtclub an dem Rennen teilzunehmen. Denn das Portimão Global Ocean Race und ebenfalls die Class 40 haben sich zum Ziel gesetzt, Amateurseglern ebenso wie Regattaprofis den Start in diesem Hochseerennen zu ermöglichen. Tatsächlich haben einige ehemalige Open-60-Segler wie Bernhard Stamm und Giovanni Soldini den Sprung in die Class 40 gewagt, sodass das Konzept aufgeht und in den Rennen Amateur gegen Profi antritt.

Obwohl die Route für das PGOR 2011/12 gleichbleibt, wurden die Sicherheitsvorkehrungen verschärft: So muss jedes Boot vor dem Start einen 180-Grad-Selbstaufrichttest durchführen. Regattaleiter Josh Hall erklärt: "Wir wissen, dass sich die Class-40-Yachten relativ einfach von selbst aufrichten, aber wir glauben, dass es für die Crew wichtig ist, diese Erfahrung eines auf dem Kopf stehenden Bootes zu machen. Auch, um die Ausrüstung ihres Bootes und die Dichtigkeit zu testen."

Fünf Anmeldungen für das Rennen gibt es bereits:
Aus Südafrika meldete sich Adrian Kuttel und aus Frankreich ein Team von 60-jährigen Seglern unter Patrice Carpentiert. Auch wieder am Start ist Nico Budel, der bereits am letzten Rennen teilnahm, aber wegen einer losen Kielbombe auf der zweiten Etappe von einem Containerschiff abgeborgen werden musste. Seine neue "Hayai" ist die ehemalige "Beluga Racer", mit der Boris Herrmann und Felix Oehme ihren grandiosen Sieg im letzten Rennen feiern konnten.

Zwei weitere gemeldete Teilnehmer wollen derzeit noch anonym bleiben.

Was solch eine Teilnahme kostet, rechnen die Veranstalter auf dieser Seite vor. Schiffe gibt es derzeit auf dem Markt genügend: Jeremy Salvesen verkauft seine Akilaria "Mowgli", die ebenfalls das PGOR erfolgreich abschloss, für 180.000 Euro. Für rund 97.000 Euro kann man jedoch auch die perfekt ausgerüstete "Fuji Film" von Alex Bennett für alle Etappen des Rennens chartern.


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