Baltic 500
Baltisches Regatta-Vergnügen bei Kieler Kaiserwetter

In der Strander Bucht hat an Himmelfahrt die zweite Auflage der Zweihand-Langstrecke Baltic 500 begonnen. Die Freude darüber hätte kaum größer sein können

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 22.05.2020
Baltic 500 2020 Baltic 500 2020 Baltic 500 2020

tati Baltic 500 2020

Als erste deutsche und europäische Zweihand-Regatta in Zeiten der Corona-Krise 2020 ist an Himmelfahrt in der Strander Bucht die Baltic 500 erfolgreich gestartet worden. Für die Organisatoren um Cord Hall, Rasmus Töpsch und ihr Team vom Yacht Club Strande war es die Vatertags-Belohnung für monatelange Arbeit und das Ringen um die bestmöglichen Rahmenbedingungen für ihre Teilnehmerflotte, das bis zuletzt andauerte und 24 Stunden vor dem Start sogar noch mit grünem Licht für die Durchfahrt durch dänische Gewässer und der Rückkehr zum klassischen Kurs endete. Auch für die Starter selbst wird dieser Himmelfahrtstag bei Kieler Kaiserwetter unvergesslich bleiben: Die Freude darüber, Teil des Neubeginns für den von der Covid-19-Pandemie lahmgelegten Regattasport zu sein, war im Hafen von Strande beinahe greifbar und den vielen glücklichen Gesichtern deutlich anzusehen.

tati Vor dem Start auf "Black Pearl": Frank Eckardt (r.) und Yo Wiebel freuen sich mit allen anderen Teilnehmern auf das erste Regattaglück in diesem von der Corona-Krise überschatteten Jahr

tati Konnten ihre Baltic-500-Flotte bei Kieler Kaiserwetter in leichten Winden ins Rennen schicken: Organisationsleiter Cord Hall und Wettfahrtleiter Jan Czekala (r.), der an diesem Tag seinen 19. Geburtstag feierte

An seinem 19. Geburtstag schickte Wettfahrtleiter Jan Czekala vom veranstaltenden Yacht Club Strande die Flotte der 34 Boote bei dieser zweiten Auflage des Zweihand-Rennens Baltic 500 auf den klassischen Kurs an Fehmarn vorbei durch den Öresund, hoch bis rund Læsø und zurück in die Strander Bucht. Das Rennen begann in leichten, aber gut segelbaren Winden und unter weißen Schönwetterwolken am strahlend blauen Himmel wie ein Versprechen. Lediglich den Yardstickern auf der Dynamic 43 "Rasmus" unterlief ein Frühstart, der im Baltic 500 aufgrund des Vorwind-Starts nicht zu bereinigen ist, sondern eine Zeitstrafe von einer Stunde nach sich zieht. Starke Starts legten in der ersten Gruppe Hasso Hoffmeister und Michael Hoefgen auf "Husky" und die österreichische "AllHandsOnDeck"-Crew mit Christian Kargl und Lisa Berger hin. In der zweiten Gruppe überzeugten an der Linie Max Gurgel und Lena Weißkichel auf der L-30 OneDesign "Sharifa" mit starker Positionierung und optimalem Timing.

tati Die Freude über die erste Regatta des Jahres stand nicht nur der "Husky"-Crew mit Hasso Hoffmeister und Michael Höfgen ins Gesicht geschrieben

tati Matchrace- und Seesegel-Ass Max Gurgel und Lena Weißkichel haben eine olympische Kampagne in der für 2024 neu geplanten Disziplin Mixed-Offshore im Visier und bestreiten auf der geliehenen "Sharifa" ihre erste gemeinsame Regatta

tati Kalle Dehler ließ es sich nicht nehmen, Eigner Andreas Deubel und Segelpartner Rasmus Töpsch vor dem Start in die zweite Auflage der Baltic 500 persönlich zum neuen Boot zu gratulieren

Inzwischen hat sich das Feld der 25 ORC-Boote, der vier Minis, der beiden Dehler-30-Neubauten und der drei Yardsticker nach der ersten Nacht auf See erwartungsgemäß sortiert: Am Freitagmorgen lag die schnelle Class 40 "Red" von Mathias Müller von Blumencron mit Volker Rieckers kurz vor der Öresundbrücke nach gesegelter Zeit vor der Pogo 40 CR "Black Pearl" und der Seaquest 36 "Circus" an der Spitze. Zum gleichen Zeitpunkt hatten sich die österreichischen Mixed-Offshore-Europameister Christian Kargl und Lisa Berger auf "AllHandsOnDeck" in der Mini-Klasse einen Vorsprung von rund sechs Seemeilen auf "Husky" erarbeitet. Es folgten "Whomper" mit Lina Rixgens und Sverre Reinke, die in der Startphase mit ihrer Bordelektronik und dem gelösten Code-0-Fall zu kämpfen hatten, jedoch schnell wieder gut in Fahrt kamen, und die "Lonestar" mit Martin Gnass und Jan Heinze. Das Duell der beiden neuen Dehler-30-Yachten im Feld hatte schon gleich nach dem Start mit Matchrace-Charakter begonnen. Am Freitagmorgen hatten sich zunächst Oliver Schmidt-Rybandt und Otto Timm auf "Power Play" einen guten Fünf-Seemeilen-Vorsprung vor "Calle Dr. Antonio Jorge Aguiar" mit Andreas Deubel und Baltic-500-Co-Organisator Rasmus Töpsch erarbeitet. Aufgeben mussten bislang die Crews auf der Dehler 36 DB "Chalkhill Blue", der X-43 "Xenie" und der A-27 DK "Axiom".

tati Szene aus dem ersten Start mit dem österreichischen Mini 650 "AllHandsOnDeck", der Dehler 30 od von Andreas Deubel und Hasso Hoffmeisters Mini 650 D2 "Husky"

tati Steuermann Andreas Deubel und Rasmus Töpsch auf der neuen Dehler 30 od

tati Fanden nach technischen Problemen am Start mit ihrem neu lackierten Wevo-Mini "Whomper" gut ins Rennen: Lina Rixgens und Sverre Reinke

tati Mathias Müller von Blumencron mit seiner "Red" kurz nach dem Start

Hier geht es zum Tracking für die Baltic 500.

tati Bereit für die erste Regatta des Jahres: Jan Heinze (l.) und Martin Gnass mit dem frisch lackierten Mini "Lonestar"

tati Auf geht's in die 500-Seemeilen-Langstrecke: Max Gurgel und Lena Weißkichel auf "Sharifa"


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Themen: Baltic 500Cord HallCoronaDänemarkDehler 30Mathias Müller von BlumencronMax GurgelMiniRedYacht Club Strande

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