Der SailGP zu Gast in Andalusien
Nach Kenterserie der Konkurrenz: Australien siegt in Cádiz

Die Briten kenterten im Finale, der spanische F50 ist schwer beschädigt, und Tom Slingsbys Australier haben die Führung in der Saisonwertung zurückerobert

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 10.10.2021
Aus der Traum vom Sieg in Cádiz: Sir Ben Ainslies Briten überschlagen sich. Das Team blieb bei dem Unfall, der sich bei einer Geschwindigkeit von etwa 70 Stundenkilometern ereignete, unverletzt. Die Crew hatte eine schwere Bö nicht mehr parieren können. Die dahinter liegenden Amerikaner um Jimmy Spithill konnten die Kollision mit den Briten zwar noch mit einem Manöver des letzten Augenblicks verhindern, aber an der Marke nicht abfallen. Sie mussten zunächst weiter am Wind segeln, bis sie wieder auf den korrekten Vorwindkurs gehen konnten. Da waren die Australier längst auf und davon… Aus der Traum vom Sieg in Cádiz: Sir Ben Ainslies Briten überschlagen sich. Das Team blieb bei dem Unfall, der sich bei einer Geschwindigkeit von etwa 70 Stundenkilometern ereignete, unverletzt. Die Crew hatte eine schwere Bö nicht mehr parieren können. Die dahinter liegenden Amerikaner um Jimmy Spithill konnten die Kollision mit den Briten zwar noch mit einem Manöver des letzten Augenblicks verhindern, aber an der Marke nicht abfallen. Sie mussten zunächst weiter am Wind segeln, bis sie wieder auf den korrekten Vorwindkurs gehen konnten. Da waren die Australier längst auf und davon… Aus der Traum vom Sieg in Cádiz: Sir Ben Ainslies Briten überschlagen sich. Das Team blieb bei dem Unfall, der sich bei einer Geschwindigkeit von etwa 70 Stundenkilometern ereignete, unverletzt. Die Crew hatte eine schwere Bö nicht mehr parieren können. Die dahinter liegenden Amerikaner um Jimmy Spithill konnten die Kollision mit den Briten zwar noch mit einem Manöver des letzten Augenblicks verhindern, aber an der Marke nicht abfallen. Sie mussten zunächst weiter am Wind segeln, bis sie wieder auf den korrekten Vorwindkurs gehen konnten. Da waren die Australier längst auf und davon…

Bob Martin for SailGP Aus der Traum vom Sieg in Cádiz: Sir Ben Ainslies Briten überschlagen sich. Das Team blieb bei dem Unfall, der sich bei einer Geschwindigkeit von etwa 70 Stundenkilometern ereignete, unverletzt. Die Crew hatte eine schwere Bö nicht mehr parieren können. Die dahinter liegenden Amerikaner um Jimmy Spithill konnten die Kollision mit den Briten zwar noch mit einem Manöver des letzten Augenblicks verhindern, aber an der Marke nicht abfallen. Sie mussten zunächst weiter am Wind segeln, bis sie wieder auf den korrekten Vorwindkurs gehen konnten. Da waren die Australier längst auf und davon…

Es gab viel Bruch bei den F50-Geschossen im SailGP an diesem Wochenende. Dass die Segler dabei unverletzt blieben, ist die beste Nachricht. Einmal mehr zeigte sich, wie gefährlich das Segelspiel auf diesem Niveau sein kann. Das Segelspektakel im andalusischen Revier vor Cádiz gewannen Tom Slingsbys Australier. Sie segelten furios und profitierten auch von den Missgeschicken der Konkurrenz.

SailGP Siegerparty vor großer Kulisse: America's-Cup-Gewinner, Olympiasieger und Motten-Weltmeister Tom Slingsby und sein australisches Team feiern ihren SailGP-Sieg in Cádiz

SailGP Die andalusische Stadt Cádiz bewarb und feierte den SailGP vor der eigenen Küste in der ganzen Stadt. Es herrschte viel Segelbegeisterung für die weltweit bestbesetzte Profiserie

Nach spektakulärem Auftaktttag, den die gastgebenden Spanier mit ihrem ersten Rennsieg im SailGP vor begeisterten Fanmengen ideal eröffnet hatten, erlebte die Heimmannschaft einen schwarzen Sonntag. 80 Minuten vor dem ersten Start am Finaltag kenterte die Mannschaft um Phil Robertson. Während die Crew mit dem Schrecken davonkam, wurde das Flügelsegel des F50-Katamarans dabei so sehr beschädigt, dass die Spanier die Regatta vor rund 11.000 begeisterten Zuschauern und dem spanischen König Felipe VI. nicht mehr beenden konnten. Der als Kiwi und Matchrace-Weltmeister unter spanischer Flagge segelnde und kämpfende Phil Robertson sagte: "Wir sind heute mit der Unterstützung des Landes und den Fans hier in Cádiz angetreten. Wir dachten, wir könnten etwas Großes erreichen und haben die windigen Bedingungen ziemlich genossen. Es wird von jetzt an ein steiler Weg für uns werden, aber wir sind wettbewerbsfähig. Wir müssen also einfach nur unser Bestes geben."

SailGP Das bittere Aus für die vor heimischem Publikum selbstbewusst auftretenden spanischen Lieblinge: Als ihr F50-Katamaran nach der Kenterung vor Rennstart wieder aufgerichtet war, zeigte sich das ganze Ausmaß des Schadens am 24 Meter hohen Flügelsegel

SailGP Weitersegeln unmöglich: Das Flügelsegel des spanischen Teams wurde vor Beginn des zweiten Renntages bei einer Kenterung so stark beschädigt, dass Phil Robertson und sein Team aus dem Spiel waren

Am Ende der zwei intensiven Regattatage waren es einmal mehr die SailGP-Giganten Australien mit Tom Slingsby, Großbritannien mit Sir Ben Ainslie und die USA mit Jimmy Spithill, die sich im Kampf um den EInzug ins Triple-Finale durchsetzten. Den Start gewannen der viermaligen Olympiasieger Sir Ben Ainslie und seine "Brit Band". Alle drei foilenden Katamarane rasten bei Führung des Bootes mit dem Union Jack im Segel in knackigen Winden über den Parcours. Das genossen die Engländer, bis sie ihr Schicksal mit den Spaniern teilten und ebenfalls kenterten. Auch sie blieben unverletzt, konnten aber das Finale nicht mehr mitgestalten. Die Kenterung bremste auch die direkt hinter ihnen liegenden Amerikaner unverschuldet aus, doch da kennen die SailGP-Regeln keine Gnade. Die Australier segelten unbehelligt auf und davon, gewannen den spanischen Sail Grand Prix und eroberten die Führung der Saisonwertung zurück, die sie vor wenigen Wochen erst beim SailGP in Frankreich mit dem ernüchternden achten und letzten Platz eingebüßt hatten.

SailGP So knapp wie in dieser Szene zwischen Australien und Großbritannien ging es auf dem SailGP-Kurs immer wieder zu

Ricardo Pinto for SailGP Die Kenterung der Briten ließ ihre Sieghoffnungen im Finale platzen

Platz zwei in der Saisonwertung übernahm Spithills US-Crew mit demselben Rang beim spanischen Gipfeltreffen. Die Briten brachte ihr dritter Rang vor Cádiz nicht über Platz vier in der Saisonwertung hinaus, in der Nathan Outterridge und das japanische Team Platz drei belegen. Die neuseeländischen SailGP-Newcomer Peter Burling und seine Kiwis verbesserten sich mit Rang fünf in Andalusien auf denselben Platz im Zwischenklassement nach sechs von acht SailGP-Regatten der laufenden Saison. Nur einen Punkt dahinter lauern die im Heimatrevier unglücklich auf dem vorletzten Rang gelandeten Spanier auf Platz sechs vor Dänemark und Frankreich. Die Franzosen konnten auch mit ihrem neuen Steuermann Quentin Delapierre zunächst keinen Boden gutmachen.

Der Sail Grand Prix wird kurz vor Weihnachten am 17. und am 18. Dezember in Sydney fortgesetzt. Das fantastische Finale um eine Million US-Dollar findet am 26. und 27. März 2022 in San Francisco statt. Hier geht es zur Saisonwertung und den Ergebnissen der einzelnen Regatten (bitte anklicken!) .


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Themen: SailGP

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