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Auf halber Strecke zum Point "Alpha"

Die schnelle "Chieftain" profitiert von taktischem Geschick - Oldie "Peter von Seestermühe" gut dabei

  • Lasse Johannsen
 • Publiziert am 19.06.2007

HSH Nordbank blue race/N. Krauss Heißes Boot: Die Cookson 50 "Chieftain" aus Irland liegt derzeit klar vorn. Nur "Outsider" kann ihr folgen

Auch nach der dritten Nacht auf See bleibt es spannend. Während sich einige Extrempositionen verfestigen, rückt das Feld auf dem Weg zur nächsten Bahnmarke zwangsläufig dichter zusammen. Top-Boote laufen 18 Knoten und mehr

Die unter irischer Flagge segelnde „Chieftain“ zählte schon vor dem Start zu den Favoriten. Und sie wird ihrer Rolle mehr als gerecht. Taktisch macht die hochseeerprobte Crew um Skipper Gerard O´Rourke seit dem Start alles richtig. Über Nacht setzte sie sich deshalb an die Spitze des Feldes, gefolgt von der deutschen „Outsider“. Dagegen ist die Swan 82 „Grey Goose“ von Tobias König etwas zurückgefallen.

Am weitesten nördlich stehen „Albatros“ und „HSH Nordbank“, die umgetaufte „Lotta“ des Joint-Ventures von Flensburger Segelclub und Kieler Yachtclub. Tief im Süden versuchen „KPMG“ „Luv“ und „Haspa“ ihr Glück.

Auch nach berechneter Zeit liegt derzeit „Chieftain“ vorn. Das war noch gestern anders: Das mit einem IRC-Wert von 1,006 theoretisch langsamste Schiff der Wettfahrt, der bereits 1936 für die Teilnahme an einem Transatlantikrennen gebaute „Peter von Seestermühe“, führte zwei Tage lang die Tabelle an und segelt nach wie vor konstant gut.

Während der erwartete Starkwind bis jetzt ausgeblieben ist, laufen die südlich positionierten Schiffe im Golfstrom, der neben Temperaturen von bis zu 25 Grad Celsius ein Geschwindigkeitsplus von rund vier Knoten bringt.

Auch einige der nördlicher positionierten Boote wurden von Ausläufern des Golfstromes, so genannten „Eddies“, erfasst. Die Crews tanken jetzt noch einmal Kraft und genießen Sonne, moderaten Wind und die Besonderheiten des Atlantiks, wie die Begegnungen mit Delphinen und Mondfischen.

Diese Urlaubsbedingungen könnten sich schon bald ändern. Ab Point Alfa geht es weit nach Norden. Die Wassertemperaturen nehmen dann rapide ab und es kommt mehrlagige „Arbeitskleidung“ zum Einsatz.


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Themen: AtlantikHSH Nordbank Blue RaceRegatta

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