Regatta-News
Around Alone: Im Westen viel Neues

Emma Richards, Simone Bianchetti und Brad van Liew erreichen das vierte Etappenziel Salvador

  • Martin-Sebastian Kreplin
 • Publiziert am 17.03.2003

Derek Hatfields "Spirit of Canada" bekommt einen neuen Mast und Graham Dalton beendet das Rennen vorzeitig in Argentinien. Als erster Skipper in der Geschichte der Einhand-Weltumsegelung Around Alone erreichte der Amerikaner Brad van Liew zum vierten Mal in Folge den Etappenhafen als Führender in seiner Klasse.

Pünktlich zur Mittagszeit überquerte van Liews Open 50 "Tommy Hilfiger Freedom America" am Samstag die Ziellinie vor Salvador/Brasilien. 800 Seemeilen war er zu diesem Zeitpunkt dem Feld der Klasse 2 voraus.

Nicht nur van Liews Landsmann, der zurzeit Zweitplatzierte Tim Kent ist während des Rennverlaufes chancenlos. Auch die restlichen Verfolger der Gruppe fallen auf der langen Etappe von Neuseeland nach Brasilien immer weiter hinter der dunkelblauen "Tommy Hilfiger Freedom America" zurück. Alan Paris, der nach dem Ausfall von Derek Hatfields "Spirit of Canada" die rote Laterne hält, ist momentan über 1400 Seemeilen vom Etappenziel entfernt.

Paris kämpft zudem mit einem gebrochenen Unterwant. "Das ist mir auf dieser Regatta nun zum zweiten Mal passiert, und ich fahre noch immer mit dem ersten Mast", sagte Paris zuversichtlich am Satellitentelefon. In einem Gespräch mit dem Rigg-Spezialisten von "Bobst Group-Armor Lux" hatte Paris Ratschläge bekommen, wie er das gebrochene Want mit Tauwerk ersetzen konnte. "Ich fahre nachts trotzdem nur auf Backbord-Bug, denn obwohl ich meiner Konstruktion vertraue, kann ich dennoch nicht schlafen", schreibt Paris in seinem Online-Logbuch.

Während die Segler der Klasse 2 größtenteils noch auf dem Südatlantik unterwegs sind, segelt bei den Open 60s nur noch Bruce Schwab. Etwa 20 Stunden vor Brad van Liew beendete am 14. März auch die Britin Emma Richards die vierte Etappe.

Der sechste Teilnehmer in der Klasse 1, Graham Dalton, hat die weitere Teilnahme an der Regatta abgesagt. Der Neuseeländer liegt mit seinem Open 60 "Hexagon" nach einem Mastbruch derzeit in Argentinien. Die Kosten für Bau und Transport eines neuen Mastes, das enge Zeitfenster für die Reparatur sowie die anschließende Überführung des Schiffes nach Salvador stoppten das Projekt Daltons nun endgültig. Es ist bereits der zweite Mastbruch "Hexagons" während der Regatta, die vor genau sechs Monaten in Newport/USA begann.

Für Derek Hatfield, den Skipper des Open 40 "Spirit of Canada" rückt die Teilnahme an der letzten Etappe dafür wieder in greifbare Nähe. Wie Dalton liegt auch Hatfield derzeit ohne Rigg in Argentinien. Eine Welle der Unterstützung verhalf dem Kanadier jedoch schnell wieder zu neuem Material. Andrew Pindar, Hauptsponsor von Emma Richards' Open 60 "Pindar", stellt einen neuen Mast zur Verfügung, ein weiterer Sponsor ersetzt die bei der Kenterung verloren gegangenen Segel. Die Überführung zum fünften und letzten Etappenstart am 13. April in Salvador wird aber auch für Hatfield noch ein hartes Stück Arbeit.

Zwischenstände der vierten Etappe :

Gruppe 1
1. "Solidaires", Thierry Dubois
2. "Bobst Group-Armor Lux", Bernard Stamm
3. "Tiscali", Simone Bianchetti
4. "Pindar", Emma Richards
5. "Ocean Planet", Bruce Schwab
6. "Hexagon", Graham Dalton (aufgegeben)

Gruppe 2

1. "Tommy Hilfiger Freedom America", Brad van Liew
2. "Everest Horizontal", Tim Kent
3. "Spirit of Yukoh", Kojiro Shiraishi
4. " BTC Velocity", Alan Paris
5. "Spirit of Canada", Derek Hatfield


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Themen: Around AloneErgebnisse

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