Regatta-News
Around Alone: Allein auf dem Rückweg

Nach nur einem Tag auf See dreht der Kanadier Derek Hatfield mit Elektrikproblemen bei und segelt zurück nach Tauranga, Neuseeland

  • Martin-Sebastian Kreplin
 • Publiziert am 12.02.2003

Zum Start der vierten Etappe der Einhandregatta Around Alone hatte es noch gut ausgesehen. Derek Hatfield steuerte seinen Open 40 "Spirit of Canada" sogar als Erster über die Startlinie.

Doch schon im Verlauf des ersten Renntages fiel der Kanadier zurück und musste später umdrehen. Ein Fehler in der Bordelektrik hatte die Navigationsinstrumente lahmgelegt.

"Entweder die Geräte oder die Verkabelung sind hinüber, aber weder das eine noch das andere ist gut", sagte Hatfield via Satellitentelefon der Rennleitung und nahm Kurs zurück auf Neuseeland.

Der Kanadier berichtet, dass der Motor, nach dem Laden der Batterien, beim Abschalten Spannungsspitzen von bis zu 17 Volt produziert hätte. Eine Spannung, der das GPS, der Autopilot und die Notebooks (zwölf Volt) nicht gewachsen waren.

Verantwortlich für dieses Problem könnte ein Kurzschluss an den neuen Akkus sein, die Hatfield vor dem Start in Tauranga eingebaut hatte.

Während die "Spirit of Canada" dem Regattafeld nun unfreiwillig das Heck zukehrt, steuern die übrigen zehn Teilnehmer Kap Hoorn entgegen. Die schnellen Open 60s segeln zurzeit noch dicht beieinander. Vom derzeitig erstplatzierten Schweizer Bernard Stamm ("Bobst Group-Armor Lux") ist kein Schiff weiter als 32 Seemeilen entfernt.

Anders sieht es hingegen bei der Klasse 2, den Open 50s und 40s, aus. Der Amerikaner Brad van Liew konnte sich an Bord seiner "Tommy Hilfiger" bereits in der kurzen Zeit seit dem Start am Sonntag (9. Februar) einen beachtlichen Vorsprung heraussegeln. Vom Zweitplatzierten Tim Kent ("Everest Horizontal") trennen ihn schon 89 Seemeilen. Alan Paris und seine "BTC Velocity" liegen auf dem vierten Rang gar 133 Seemeilen zurück.

Kap Hoorn ist jedoch noch lange nicht umrundet - und insofern auf der vierten und vorletzten Etappe noch nichts entschieden. Im vergangenen Rennen 1998 schaffte beispielsweise nur einer der sechs gestarteten Open 60s den Sprung in den Südatlantik.

So besteht also auch für Derek Hatfield noch die Chance, nach Reparatur der Elektrik und Neustart ein weiteres Mal anzugreifen, um nicht nur als Erster über die Start-, sondern auch über die Ziellinie der Etappe zu fahren.


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Themen: Around AloneDerek HatfieldElektrikFehlerProblemSpirit of Canada

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