Regatta-News
Around Alone : Erneut Probleme für Derek Hatfield

Bereits zum zweiten Mal muß der Kanadier Hatfield die laufende Etappe unterbrechen, um seine "Spirit of Canada" zu reparieren

  • Martin-Sebastian Kreplin
 • Publiziert am 07.03.2003

M.Ambler "Spirit of Canada"

Vier defekte Boote auf der vierten Etappe - die Strecke von Tauranga/Neuseeland nach Salvador in Brasilien fordert Mensch und Material. Die Liste der Defekte an Bord der hochgezüchteten Schiffe ist lang. Kaputte Batterien, Baumbrüche, ein Mastbruch sowie mehrmals Probleme mit der Mechanik des Kiels.

Drei Skippern dient daher ein kleiner Hafen auf den Falkland-Inseln zum unfreiwilligen Zwischenziel. Der Schweizer Bernard Stamm und der Amerikaner Bruce Schwab nutzten Port Stanley um ihre angeschlagenen Schiffe wieder flott zu bekommen. Der Führende im Gesamtklassement, Bernard Stamm, ist jedoch schon wieder auf dem Weg und segelt derzeit nur 39 Meilen hinter dem Führenden Thierry Dubois hinter her.

Nun wird auch Derek Hatfield einen unplanmäßigen Stop dort einlegen müssen. Der Kanadier hat, wie zuvor auch schon Stamm, Probleme mit dem Schwenkkiel. "Eine defekte Dichtung ließ die gesamte Hydraulik-Flüssigkeit aus dem System entweichen, so dass ich den Kiel in der Mitte arretieren musste", sagte Hatfield der Rennleitung. Mit reduzierter Segelfläche segelt er nun nach Port Stanley, wo sein Shore-Manager bereits auf ihn wartet. Für Hatfield ist dies bereits der zweite Pit-Stop auf der vierten Etappe.

Plazierungen

Unbeindruckt von den Ausfällen der Konkurrenz segelt Brad van Liew mit seinem Open 50 "Tommy Hilfiger Freedom America" rund 1250 Seemeilen vor dem Ziel. Der Amerikaner befindet sich damit im Mittelfeld der "Großen", den Open 60s der Klasse I. Van Liews direkte Konkurrenten, die Open 50s und Open 40s der Klasse II liegen zwischen 930 und 1700 Seemeilen zurück. Ähnlich groß sind auch die Unterschiede in der Wetterlage. Während die Nachzügler der Klasse II bei 50 Knoten Wind oder drei Reffs eingebunden haben, segelt "Tommy Hilfiger Freedom America" seit knapp 24 Stunden mit Spinnaker, um überhaupt vorwärts zu kommen. Die seichte Brise nutzt Skipper van Liew für Boots- und Körperpflege. "Ich konnte gar nicht glauben wie nötig mein Schiff und ich einen Waschtag hatten", schreibt van Liew frisch rasiert und frisiert in sein Online-Tagebuch.

Zeit zum Tagebuch zu schreiben hat Graham Dalton zur Zeit nicht. Die argentinische Küstenwache hat die havarierte "Hexagon" an die Leine genommen, um sie heute in den Hafen von Puerto Madryn zu schleppen. Nach einer Patenthalse war vor wenigen Tagen der Mast gebrochen. Ob der Neuseeländer an der letzten Etappe teilnehmen kann ist noch nicht sicher. Ein Ersatzmast ist nicht in Sicht.

Alle Skipper, die während des Rennens Hilfe von außen annehmen, werden von der Wettfahrtleitung mit einer 48-stündigen Zeitstrafe belegt. Diese wird dafür sorgen, das die derzeitige Reihenfolge nicht den tatsächlichen Plazierungen entspricht.


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