Regatta-News
ARC: Regatta-Teilnehmer assistiert bei Rettung von 15 afrikanischen Flüchtlingen

400 Seemeilen südwestlich von Gran Canariat entdeckt ARC-Skipper Nick Lewis ein Flüchtlingsboot und alarmiert die Regattaleitung

  • Jan Plagmann
 • Publiziert am 30.11.2006

ARC-World Cruising Rettungsboot - Die Crew um Skipper Nick Lewis an Bord der "Flying Start" entdeckt ein afrikanisches Flüchtlingsboot

Seit Sonntag sind im Rahmen der Atlantic-Rally-for-Cruisers insgesamt 225 Schiffe auf dem Weg von Gran Canaria nach St. Lucia in der Karibik. Die Crew der “Flying Start” entdeckte gestern Nachmittag ein kleines Motorboot mit 15 afrikanischen Flüchtlingen, das auf dem Weg zu den kanarischen Inseln war.

ARC-Skipper Nick Lewis aus Wales teilte der Regattaleitung umgehend mit, etwa 400 Seemeilen südwestlich von Las Palmas/Gran Canaria und 200 Meilen vor der Küste Afrikas ein kleines Motorboot mit wahrscheinlich 15 Flüchtlingen aus Afrika entdeckt zu haben.

Die Leitung in Cowes/England informierte darauf hin die spanische Küstenpolizei, welche ein Rettungsschiff auslaufen ließ. Die Crew der “Flying Start” wurde derweil vom spanischen Marine Rescue & Coordination Center aufgefordert, sich weiterhin an der Position aufzuhalten, an der die vermeintlichen Flüchtlinge zuletzt gesehen wurden.

Mit Hilfe der spanischen Luftwaffe konnte das Flüchtlingsboot aufgespürt werden. Gegen 4:30 Uhr in der Nacht erreichte das Krankenhausschiff “Esperansa del Mar” den Standort und rettete die Immigranten aus ihrem viel zu kleinem Boot. Dabei wurde festgestellt, das ursprünglich 34 Menschen an Bord waren, einer ist erst kurz vor der Rettung gestorben. Warum so viele Flüchtlinge ums Leben gekommen sind und woher sie stammen, ist bisher nicht bekannt.

Auf Anweisung der spanischen Behörden blieb die “Flying Start” mitsamt seiner Crew noch bis 8:30 Uhr am Rettungsschiff. “Wir haben das Richtige gemacht”, kommentierte der Waliser Jurist Nick Lewis die harte und lange Nacht und ist glücklich, jetzt wieder am Rennen nach St. Lucia teilnehmen zu können.

Im Rennen hat wieder ein Deutscher die Führung übernommen. Bert Schmidt mit seiner “Eos”, einer Bavaria 38, liegt dem Ziel auf St. Lucia derzeit mit 1761 noch zu segelnden Seemeilen am nächsten. Manfred Kerstan (siehe YACHT 24/2006) mit seiner “Albatros” befindet sich auf dem 124. Platz und hat noch 2274 Seemeilen vor sich.

Mehr Informationen über die Atlantic-Rally-for-Cruisers finden Sie hier


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