Regatta-News
"Alfa Romeo" knackt Giraglia-Bestzeit

Neville Crichton holt Line honours bei der renommierten Regatta von St. Tropez nach Genua

  • Pascal Schürmann
 • Publiziert am 13.06.2008

ROLEX/Carlo Borlenghi "Alfa Romeo" auf dem Weg zum Giraglia-Felsen

Der alte Rekordhalter ist auch der neue Rekordhalter. 2003 hatte der Neuseeländer Crichton für den 243 Meilen langen Kurs entlang der französisch-italienischen Küste – inklusive eines Abstechers zur Nordspitze Korsikas – noch mehr als 22 Stunden benötigt. Damals mit seinem 90-Fußer "Alfa Romeo". Jetzt, mit dem zehn Fuß größeren, gleichnamigen Maxi schaffte er die Strecke in nur 18 Stunden und 3 Minuten.

Nachdem es in den vergangenen Monaten nicht ganz so gut für Crichton gelaufen war — immer wieder hatte seine riesige "Alfa Romeo" in schwachwindigen Regatten das Nachsehen gehabt —, waren die Bedingungen diesmal beim 56. Giraglia Rolex Cup perfekt. Die Neigekiel-Yacht hatte "einen exzellenten Lauf", so der Eigner.

“Bis zur ersten Bahnmarke nahe den Porquerolles-Inseln vor der französischen Küste profitierten wir von einer konstanten Brise. Es wehte zunächst mit 22 Knoten, später nur noch mit 13 Knoten, sodass wir bis zum Giraglia-Felsen wechselweise den Spinnaker und den Code Zero auspacken konnten. Auf dem Weg zurück gen Genua erwischten wir erst erneut eine gute Brise", berichtet Crichton.

Am Schluss wurde es dann aber doch noch einmal spannend. Vor der Küste parkte die "Alfa Romeo" satte drei Stunden lang in einer Flaute ein. Erst mit der aufkommenden Thermik ging es weiter. Am Ende war der Abstand zur alten Bestzeit — und zum restlichen Feld — aber noch groß genug.

Auch Taktiker Michael Coxon fiel ein Stein vom Herzen. "Wir sind froh, mit der neuen Yacht endlich einen Rekord gebrochen zu haben, nachdem wir in der Vergangenheit doch ein wenig frustriert waren. Wir haben schon Witze gemacht, dass wir von einem Hoch verfolgt würden, egal, wo wir segeln. Schließlich haben wir mit der alten "Alfa Romeo" Rekord um Rekord geknackt. Gut, dass dies jetzt auch mit der neuen bei einer wichtigen Veranstaltung gelungen ist."

Während "Alfa Romeo" also schon längst im Hafen von Genua war, hatten die anderen 169 Boote noch ein gutes Stück Weg vor sich. Erst Stunden später lief die "Esimit Europa" über die Ziellinie, ein Open 60 von Igor Simcic. Auch er war in früheren Jahren schon Rekordhalter beim Giraglia Race gewesen.

Eine Yacht wird das Ziel ganz sicher nicht erreichen. Nomen est omen — schon kurz nach dem Start verlor die "See You Later" ihren Kiel und kenterte. Die Crew musste das Schiff verlassen, wurde aber sofort geborgen. Auch das Schiff, eine Sly 47 von Luca Minoli, konnte zurück in den Hafen geschleppt werden.

Alle Teilnehmer und Ergebnisse des Giraglia Rolex Cup unter:
www.yachtclubitaliano.it


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Themen: Alfa RomeoBestzeitCrichtonGiraglia Rolex CupRegattaRekord

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