Vendée Globe 2020
Alex Thomson greift mit neuem Imoca 60 nochmal an

Der britische Soloskipper, der im Januar bei der Einhand-Regatta um die Welt trotz Foil-Bruchs famoser Zweiter wurde, will es noch einmal wissen

  • Jochen Rieker
 • Publiziert am 02.11.2017
Alex Thompson baut eine neue "Hugo Boss" Alex Thompson baut eine neue "Hugo Boss" Alex Thompson baut eine neue "Hugo Boss"

alexthompsonracing.com Alex Thompson baut eine neue "Hugo Boss"

Wie Thomson gegenüber der französischen Zeitung "Ouest France" in Le Havre, kurz vor dem Start zur Zweihand-Regatta Transat Jacques Vabre, bekanntgab, steht seine aktuelle "Hugo Boss" zum Verkauf. Der für seinen Humor, sein Charisma und nicht zuletzt seine ausgefallenen Stunts bekannte Brite plant bereits den Neubau eines foilenden Imoca 60.

alexthompsonracing.com Sein alter – und bester – Imoca 60

In Kürze will er mitteilen, wen er als Konstrukteur wählen wird. Viel spricht für Guillaume Verdier, der schon an der Entwicklung seines letzten Bootes maßgeblich beteiligt war. Hinzu kommt, dass Verdier für Thomsons Landsmann Mark Turner Entwürfe für eine neue Generation von foilenden Volvo 60 gezeichnet hat – eine Arbeit, auf welcher Thomson eventuell aufbauen wird, um Zeit und Geld zu sparen.

Der Bau soll schon "sehr bald beginnen", sagte er gegenüber "France Ouest" ( hier geht es zum Artikel auf der Website der Zeitung, ouest-france.fr ).

Sein Entschluss kommt keinesfalls überraschend. Schon in der Pressekonferenz unmittelbar nach seiner triumphalen Zielankunft in Les Sables d'Olonne, bei der er gefeiert wurde wie ein Sieger, hatte er angedeutet, dass da noch was offen sei. Nach den Rängen 3 und zuletzt 2 will er unbedingt ganz oben aufs Podium. Weil Erzrivale Armel le Cléac’h inzwischen auf einen Maxi-Trimaran umgestiegen ist, scheint der Weg für Thomson frei.

Seinen derzeitigen Imoca 60, der vor allem bei Halbwindkursen extrem schnell war, wird er aber nicht sofort aus der Hand geben. Zuvor nimmt er damit noch an der Route du Rhum und am Barcelona World Race teil. Günstig wird er im Übrigen auch nicht... Thomson schweben inklusive Ersatzteilen 3,5 Millionen Euro als Kaufsumme vor, fast so viel wie ein Neubau.

Bei der nächsten Vendée trifft der Brite auf den ersten deutschen Teilnehmer der Einhand-Nonstop-Regatta um die Welt. Boris Herrmann wird für den Yacht Club von Monaco auf "Malizia" starten, auch ein foilender 60. Zuvor aber wird er bei jenem Rennen antreten, das Alex Thomson auslässt: dem Transat Jacques Vabre, das am Sonntag beginnt. Dazu in Kürze ein ausführlicher Vorbericht mit persönlichen Einschätzungen des Hamburger Skippers.


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Themen: Alex ThomsonBoris HerrmannGuillaume VerdierHugo BossImoca 60MaliziaOpen 60Transat Jacques Vabre 2017Vendée GlobeVPLP

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