Défi Azimut
48-Stunden-Rennen: „Seaexplorer“ im Leichtwindtest

Boris Herrmann ist mit seiner „fliegenden“ Imoca beim 500-Seemeilen-Rennen als Siebter ins Ziel gekommen. Zuvor schon entstanden neue starke Bilder

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 12.09.2020
Boris Herrmanns Imoca "Seaexplorer – Yacht Club de Monaco" in Aktion Boris Herrmanns Imoca "Seaexplorer – Yacht Club de Monaco" in Aktion Boris Herrmanns Imoca "Seaexplorer – Yacht Club de Monaco" in Aktion

Défi Azimut / B. Gergaud Boris Herrmanns Imoca "Seaexplorer – Yacht Club de Monaco" in Aktion

Initiatives - Cœur Ein weiterer Erfolg für Sam Davies

17 Imoca-Skipper haben den 48-Stunden-Klassiker Le Défi Azimut als letzten Stresstest für ihre Boote auf dem Weg zur Vendée-Globe-Startlinie genutzt. Um den Sieg rangen bis ins Ziel mehr als eine Handvoll Skipper, für die das Finale in einer hartnäckigen Flaute wie in Zeitlupe verlief und unzählige Positionswechsel mit sich brachte. Den Sieg sicherte sich auf der Zielgeraden mit glücklicher Positionierung in ein bis drei Knoten Wind wie schon im Nordatlantik-Rennen im Juli „Charal“-Skipper Jérémie Beyou vor einem starken Frauentrio mit der zweitplatzierten Sam Davies („Initiatives Cœur“) an der Spitze. Die in Frankreich lebende und trainierende Britin verpasste den Sieg nur um rund zweieinhalb Minuten. Hinter ihr kamen die deutsch-französische „Macsf“-Skipperin Isabelle Joschke und die französische „Banque Populaire X“-Steuerfrau Clarisse Crémer ins Ziel des Biskaya-Rennens von und nach Lorient.

Yvan Zedda / Défi Azimut Die Imocas sind los…

Andreas Lindlahr / Team Malizia Boris Herrmann auf seiner "Seaexplorer – Yacht Club de Monaco"

„Das Rennen war in diesem Jahr noch wichtiger als sonst, weil wir aufgrund der Pandemie weniger Rennen bestreiten konnten. Es ist das Jahr der Vendée Globe, und das hier war das letzte Rennen, bevor wir ins Rennen um die Welt starten. Also ging es darum, ein paar Dinge auszuprobieren“, sagte Sam Davies. Für sie brachte die zweitägige Biskaya-Rallye dazu die Gewissheit, dass sie mit ihrem Boot vor dem Vendée-Globe-Start am 8. November zu den Topakteuren der Imoce-Klasse zählt. So wie auch Boris Herrmann, der mit seiner „Seaexplorer – Yacht Club de Monaco“ nach einem Tag, 21 Stunden und knapp 40 Minuten auf See als Siebter nach Lorient zurückkehrte.

Défi Azimut / B. Gergaud Herrmanns "Seaexplorer – Yacht Club de Monaco" wirkt wie ein Silberblitz auf dem Wasser

Für sehr aussagekräftig hält Boris Herrmann die Ergebnisse dieses Rennens mit meist acht bis zehn Knoten Wind und dem flauen Ende nicht. Dennoch sei es gut gewesen, eine Regatta mit den anderen Booten zu fahren. Die Skipper hätten sich jedoch mehr Wind und Welle gewünscht. In den gegebenen Bedingungen waren es eher Details, an denen gearbeitet wurde. „Ich habe beim Geradeausfahren bei wenig Wind an der Kreuz ein wenig mit dem Wasserballast herumexperimentiert“, berichtete Herrmann nach dem Rennen, an dessen Anschluss er einige Tage zu Hause bei seiner Familie in Hamburg verbringen wird, um dann die Vendée-Globe-Vorbereitungen in Frankreich fortzusetzen.

Team Malizia/Andreas Lindlahr Mit Grüßen von See: Boris Herrmann bei der Arbeit


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Themen: Boris HerrmannDefi AzimutImoca

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