YACHT MdM
24. Yacht-Meisterschaft der Meister

Kult-Event lockt die Besten: Deutschlands Segelelite segelt um den hanseboot-Pokal.

  • Lars Bolle
 • Publiziert am 16.10.2003

H.-G. Kiesel Streamlines im Fleet Race auf der Alster

Der Top-Favorit der YACHT-Meisterschaft der Meister 2003 heißt Dr. Wolfgang Hunger. Der 505er-Weltmeister aus Strande hat den Kult-Event der deutschen Segelszene bereits fünf Mal gewonnen und steuert nach mehr als einem Dutzend Teilnahmen die Spitzenposition in der ewigen Bestenliste der Meisterschaft der Meister an, die er sich zurzeit mit Eissegel-Weltmeister und Admiral’s-Cup-Sieger Karol Jablonski teilt.

Sein Ziel für die heißen Duelle auf der kalten Außenalster: "Es wäre schon toll, den Rekord zu knacken. Aber um ehrlich zu sein: Ich muss erst mal wieder die Match-Race-Regeln lernen, die vor einigen Jahren geändert wurden."

In Abwesenheit von Deutschlands international erfolgreichsten Match-Racern Jochen Schümann (Penzberg/Lausanne), der aus familiären Gründen abgesagt hat, und Markus Wieser (Starnberg/Palma de Mallorca) ist Dr. Wolfgang Hunger der Gejagte. Doch unter den Jägern gibt es durchaus solche, die dem ehemaligen 470er-Weltmeister gewachsen sein könnten. Zu den 30 eingeladenen Mannschaften zählt auch das Team des zweimaligen Deutschen Match-Race-Meisters Carsten Kemmling, der den Zweikampf Boot gegen Boot besser beherrscht als viele der olympisch erfolgreichen Starter. Traditionell hat die YACHT als Veranstalter ein Jahr vor den Olympischen Spielen in Athen auch die Mitglieder des DSV-Olympiakaders eingeladen. Zugesagt haben bereits die WM-Vierte in der Yngling, Kristin Wagner (München), die 49er-Europameister Marcus Baur/Max Groy (Kiel/Fleckeby) und Olympiasurfer Alex Baronjan (Berlin).

Einige der erfolgreichen deutschen Hochseesegler sind zur Meisterschaft der Meister eingeladen, darunter auch Hamburgs bekanntester Offshore-Profi Tim Kröger, der sich auf seinen fünften Meisterschafts-Einsatz freut: "Diese Regatta der YACHT ist bei uns Seglern sehr beliebt. Es geht tagsüber auf anspruchsvollen Booten zur Sache. Und es macht viel Spaß, sich mal unter Seglern aus den verschiedensten Klassen auszutauschen."

Die Meisterschaft der Meister wird auch in diesem Jahr auf Dreimann-Booten vom Typ Streamline ausgetragen, zunächst im Fleet-Race (Gruppensegeln) und am Finaltag im Match-Race (Boot gegen Boot). Als Hauptpartner konnte die YACHT-Redaktion neben ihrem bewährten Partner hanseboot auch die BMW AG gewinnen, die vor Ort von ihrer Niederlassung Hamburg vertreten wird. "Für uns ein echter Gewinn", so YACHT-Chefredakteur Jochen Rieker zum BMW-Einstieg in die kleine, aber feine deutsche Prominenten-Regatta, "wir freuen uns, dass BMW den Saisonabschluss der besten deutschen Segler unterstützt."

Gastgeber dieser ganz besonderen Meisterschaft, bei der Segler aus den unterschiedlichsten Disziplinen in gleichen Booten aufeinander treffen, ist traditionell das Team des Hamburger Segel-Clubs. Das Motto der Initiatoren: Segelsport und Segelstars zum Anfassen. Besucher sind auf dem Gelände und den Stegen des Clubs gegenüber dem Hotel Atlantik herzlich willkommen. Gefeiert wird — auch das ist längst lieb gewonnene Tradition — mit allen Teilnehmern am Samstagabend im Hamburger Segel-Club. Dort wird es auf der hanseboot-Party bei der berühmt-berüchtigten Laudatio von YACHT-Moderator Christoph Schumann hoch hergehen. Den hanseboot-Cup überreicht YACHT-Chefredakteur Jochen Rieker den Siegern am Sonntag im Anschluss an das Match-Race-Finale im Aktionszentrum auf der hanseboot gegen 16 Uhr.


Lesen Sie die YACHT. Einfach digital in der YACHT-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag

Themen: MdM

Anzeige