America's Cup
10-Millionen-Offerte für Ainslie

Die Briten formieren sich an der Seite von Sir Ben Ainslie zum historischen Griff nach der Silberkanne. Portsmouth will Heimathafen werden

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 09.04.2014

onEdition Will Britannia rule the waves? Sir Ben Ainslie möchte erstmals in der Geschichte des America's Cup die begehrte Silberkanne mit einem britischen Team gewinnen

Die südenglische Stadt Portsmouth will Heimthafen des britischen America's-Cup-Teams werden. Das berichteten mehrere Stadtinfomationsdienste und Tageszeitungen zu Wochenbeginn. Die Stadtväter haben mit ihrem Hut auch ein Investitionsangebot in Höhe von knapp 10 Millionen Euro in den Ring geworfen. So wollen sie den erfolgreichsten Olympiasegler der Sportgeschichte und seine Mannschaft zur Errichtung einer Teambasis in der 200.000-Einwohner-Stadt bewegen. Der Südküstenort liegt zu weiten Teilen auf Portsea Island an der Mündung des Solent in den Ärmelkanal. Südlich wird die Stadt durch den Solent von der segelaffinen Isle of Wight getrennt.

onEdition Sein Name steht für Erfolg im internationalen Segelsport: Sir Ben Ainslie

Portsmouths Stadtratsvorsitzender Gerald Vernon Jackson sagte: "Wir haben unser Angebot als Stadtrat formuliert. Es soll die Kosten für die notwendige Errichtung der Infrastruktur und der Anlage decken. Wir haben mit dem Wirtschaftsressort darüber gesprochen, diesbezüglich außerordentliche regionale Wachstumsfördermittel bereitzustellen." Die Stadt kalkuliert mit etwa 100 neuen Arbeitsplätzen, die durch die Niederlassung des britischen America's-Cup-Teams in Portsmouth entstehen können. Außerdem rechnet man durch die Verbindung mit dem britischen Olympiastar mit einem erheblichen Imagegewinn. Ins Visier genommen haben die Verantwortlichen das Camber Dock in der Altstadt von Portsmouth. Angeblich wurden dort sogar schon erste Renovierungsmaßnahmen durchgeführt.

Ainslie hat das angestrebte Gesamtbudget für sein Cup-Team mit knapp 74 Millionen Euro beziffert. Der 35. America's Cup wird voraussichtlich 2017 erneut vor San Francisco ausgetragen. Noch wartet die Segelwelt auf das überfällige Protokoll zur nächsten Auflage der bekanntesten Segelregatta der Welt. Nach seinem Cup-Sieg mit dem amerikanischen Oracle Team USA hatte Ainslie gesagt: "Es ist noch ein langer Weg für uns. Wir wären aber nicht da, wo wir stehen, wenn der letzte Cup nicht der Erfolg gewesen wäre, der er war. Das Beste daran waren die vielen Zuschauer im Finale. Mich haben danach so viele Menschen auf der Straße angesprochen und erzählt, dass sie vorher nie Segeln im Fernsehen geschaut hatten, sich jetzt aber mehr davon wünschen."

BAR Die Bilderbuchkarriere von Sir Ben Ainslie geht weiter: Der britische Sieg im America's Cup soll der Höhepunkt werden

Der von der britischen Königin zum Ritter geschlagene viermalige Olympiasieger und sein Team gelten als potenziell gefährlichste Gegner für die übermächtigen amerikanischen Verteidiger. Als Erfolgs-Taktiker von Oracle Team USA hatte Ainslie die Möglichkeit zum tiefen Einblick in Struktur und Designarbeit von Larry Ellisons Rennstall. Seine Erfahrung will Ainslie nun für den britischen Griff nach dem Cup nutzen, um den 1851 erstmals gesegelt wurde. Damals gewann ihn überraschend der amerikanische Schoner "America". Den Briten ist es in 163 Jahren noch nie gelungen, "ihre" Trophäe selbst zu gewinnen.


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Themen: America's CupPortsmouthSir Ben Ainslie

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