Seite 4: Edel-Belag von Kreuzfahrtschiffen
Teuer aber gut? Komposit-Belag Esthec

Echtes Teakholz ist teuer, pflegeintensiv und ökologisch umstritten. Können die Alternativen aus Kork, Kunststoff und Komposit dem Original Konkurrenz machen?

  • Felix Keßler
  • Kristina Müller
 • Publiziert am 01.11.2018
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Andrews, Klaus Welcher Decksbelag für wen? Alternativen zu Teak und Co

Was taugen Edel-Alternativen wie Esthec?

YACHT/T. Stoerkle Es muss nicht immer Echtholz sein: Das teure Material "Esthec" ermöglicht Vielfalt, wie hier helle Farben 

Als Porsche unter den Teak-Alternativen positioniert der niederländische Kunststoffhersteller Bolidt den Komposit-Belag Esthec. Wurde dieser ursprünglich für den Einsatz auf Luxusyachten und Kreuzfahrtschiffen entwickelt, ist er inzwischen auch immer häufiger auf Segelyachten zu sehen. "Unser Ziel ist nicht, ein weiteres Teak-Imitat zu sein, sondern die bessere Alternative", sagt Peter Minder, Inhaber der Schweizer Heinrich-Werft, die eines von drei Vertriebszentren in Europa ist.

Das Kompositmaterial wird in Segmenten gefertigt. 13 verschiedene Farben von "Champagne" bis "Chocolat" sind möglich, dazu fünf verschiedene für die Fugen. Sie werden gefräst, was verschiedenste Motive ermöglicht: Die klassische Stabdeck-Optik, aber auch Punkte, Kreise, Logos – "bis hin zu extraverrückt ist alles möglich. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt", sagt Minder. Jüngst hat der Hersteller gar einen im Dunkeln leuchtenden Decksbelag in die Produktpalette aufgenommen, der sich tagsüber durch seine Lichtspeicherfähigkeit wieder auflädt.

Von der grafischen Gestaltungsfreiheit einmal abgesehen, sollen die Vorteile von Esthec in der hohen Rutschfestigkeit, der Dichtigkeit (keine Leisten werden miteinander verklebt) und in der langen Lebensdauer liegen. Preislich ist das Nobel-Deck dann aber auch mit Teak vergleichbar – mindestens. Rund 15 000 Euro sind für den Belag einer 30-Fuß-Yacht zu veranschlagen – von A bis Z geplant und verlegt allerdings. Denn im Gegensatz zu Kunst-Teak und Kork ist Esthec kein Endkundenprodukt, sondern zur Verarbeitung in zertifizierten Fachbetrieben vorgesehen.

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