Verunreinigter Kraftstoff

Was gegen die Dieselpest im Kraftstofftank hilft

Schlamm im Dieseltank wird immer häufiger zum Sicherheitsproblem – er verstopft Leitungen und führt zum Ausfall der Maschine. Was Eigner tun können

Felix Keßler, Holger Peterson, Alexander Worms am 31.12.2018
Werkstatt Dieselpest HSc-5257900
Hauke Schmidt

Ein sauberer Tank, so schreibt es die niederländische Rettungsgesellschaft KNRM in einer Broschüre für Wassersportler, sei schon mal ein guter Anfang für mehr Sicherheit. 572-mal mussten die Retter in 2016 zwischen Schelde und Ems zu Fahrzeugen mit einer Motorstörung ausrücken. In etwa 80 Prozent davon war die Ursache ein durch Dieselpest defektes Kraftstoffsystem.

Bei der DGzRS wird ein solcher Einsatz ohne Gefahr für Leib und Leben als Hilfe­leistung gewertet. Insgesamt 941 davon wurden allein 2016 gefahren. Auch vor deutschen Küsten stammt das Unheil oft von verdrecktem Diesel. Hinzu kommen unzählige Vorfälle auf Binnengewässern, die durch die Statistik der Retter nicht erfasst sind.

Die Probleme begannen, seit laut dem Biokraftstoffquoten­gesetz dem Diesel Bioanteile beigemischt werden müssen, um so den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) im Verkehr zu verringern. Diese Bioanteile bestehen nicht aus fossilem Erdöl, sondern werden aus nachwachsenden Rohstoffen wie Raps gewonnen, die während ihres Wachstums das CO2 binden, das bei der Verbrennung im Motor entsteht. Ein Kreislauf also. 

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Felix Keßler, Holger Peterson, Alexander Worms am 31.12.2018

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