Modernes Standard-Rigg

Riggs mit gepfeilten Salingen

Felix Keßler am 08.03.2018

Riggs mit gepfeilten Salingen, die also etwas nach achtern vom Mast weg­stehen, haben einen großen Vorteil gegenüber solchen mit neutralen Salingen: Sie sind deutlich einfacher zu bedienen. Backstagen und vordere Unterwanten oder Babystagen können entfallen, sie werden nicht zum Längstrimm des Mastes benötigt. Wenn die Pfeilung der Salinge stark genug ist und zudem die Ober­wanten ganz außen am Rumpf ansetzen, ist zumindest bei kleineren Booten kein Achterstag nötig. Dann sind sehr weit ausgestellte Großsegel möglich, sogar mit sogenanntem Squarehead, da das Achterliek des Großsegels bei Manövern nicht am Achterstag hängenbleiben kann.

Partialrigg mit gepfeilter Saling

Partialrigg, ein Salingspaar, achtere Unterwanten

Durch den Anstellwinkel der Salinge setzen die Oberwanten etwas achterlich vom Mast an. Damit ist ihr Zug nicht direkt querab zum Mast gerichtet, sondern etwas nach hinten. Sie über­nehmen also zusätzlich zur seitlichen Verstagung des Mastes zum Teil die Funktion des Achterstags oder ersetzen dieses sogar. Das ist ab einem Pfeilungswinkel von zirka 18 Grad möglich. Zudem lässt sich durch die Oberwanten die gewünschte Vor­biegung des Mastes deutlich einfacher erreichen als bei neutralen Salingen, da die Wanten über die Salinge den Mast nach vorn drücken.

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Felix Keßler am 08.03.2018

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