Osmose

Reparatur-Spezial: Osmose behandeln

So finden Sie heraus, ob auch Ihr Boot vom Segler-Albtraum Osmose betroffen ist. Warum es zur "Bläschenpest" kommt und was sich tun lässt

Felix Keßler, Hauke Schmidt am 04.01.2018
Osmose-Krater im Gelcoat
YACHT/ H. Schmidt

Rost auf Stahlyachten, moderndes Holz auf Klassikern und Elektrolyse auf Aluminiumbooten. Jedes Material hat seine Schwäche. Beim glasfaserverstärkten Kunststoff (GFK), der seit den 60er Jahren den Sportbootsbau dominiert, ist es nicht anders. Das schlimmste Wehwehchen trägt dort den Namen "Osmose" und bereitet so manchem Eigner schlaflose Nächte. Während Besitzer von Stahlyachten fleißig Rost klopfen und Aluyacht-Eigner penibel die zahlreichen Opfer-Anoden kontrollieren, müssen Skipper von Kunststoff-Yachten jedoch ganz genau hinschauen, wenn sie die "Bläschenkrankheit" an ihrem Rumpf erkennen wollen - der komplexe chemische Vorgang ist beinahe unsichtbar. So finden Sie heraus, ob auch Ihre Yacht betroffen ist.

Für Eigner umso erschreckender, denn: Glaubt man den Urteilen zweier deutscher Oberlandesgerichte, ist jede Polyesteryacht von Osmose betroffen. Den Grund dafür lesen Sie hier.

Was zuerst beunruhigend klingt, klärt sich bei genauerem Hinsehen auf. Denn auch wenn Osmose ein latentes Problem von GfK-Yachten ist, sind nur wenige in echter Gefahr. Ein Blick auf das Phänomen Osmose schafft Klarheit. Osmose ist ein chemisch-physikalischer Vorgang, der unmittelbar beginnt, sobald Wasser und die Polyesterlaminate des Kunststoffs aufeinandertreffen. Um diesen Vorgang zu unterbinden, wird das Laminat mit einer Sperrschicht, dem sogenannten Gelcoat überzogen und so versiegelt. 

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Felix Keßler, Hauke Schmidt am 04.01.2018

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