Wann reffen?

Besonderheiten des Rollgroßsegels

Felix Keßler, Bendix Hügelmann am 22.02.2018
TrimmKlassisch

Verzerrtes Profil beim Rollmast

Refftrimm

Zentriertes Profil beim klassischen Groß

Rollmast
Während das Profil des hohlgeschnittenen Rollgroßsegels beim Einrollen verzerrt wird (links), behält es im klassischen Reff seine ursprüngliche Form. Hier hat die Reduzierung der Fläche keine Auswirkung auf das Profil des Segels, der Vortrieb bleibt erhalten. Das Schiff segelt ausgewogener, der Segeldruckpunkt (rot markiert) bleibt zentriert. Es kann sich daher besonders bei Rollgroßsegeln anbieten, das Groß­­ bei Überdruck ganz wegzunehmen. Und: Die meis­ten modernen Konstruktionen lassen sich auch nur unter Genua gut beherrschen; gerade für ungeübte Crews erleichtert sich das Bootshandling damit erheblich. Hoch am Wind gehen allenfalls ein paar Grad Hö­he verloren – abhängig von der Konzentration des Steuermanns.

Zu einer ähnlichen Einschätzung kommt Marc-Oliver von Ahlen: im Zweifelsfall das Großsegel zuerst komplett einrollen. "In der Regel liegt das Schiff dann angenehm auf dem Ruder." Trotzdem sei laut von Ahlen dabei vor allem auf einem Kurs hoch am Wind zu bedenken: "Segeln ohne das Groß bringt eine hohe Belastung für das Rigg mit sich", die Stützfunktion des Großsegels falle fort. Der erzeugte Vortrieb und die entsprechende Lage werde plötzlich allein aus dem Vorsegel generiert.

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Felix Keßler, Bendix Hügelmann am 22.02.2018

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