Wetter: Böenkunde Teil 3

Thermische Turbulenzen

Lars Bolle am 10.08.2018

Thermische Turbulenzen

Eine andere Ursache ist die Thermik. Überschreitet der Temperaturunterschied zwischen unterer und höherer Atmosphäre ein bestimmtes Maß, wird die Luftschichtung labil: Die wärmere Luft strudelt in Aufwindschloten nach oben, im Gegenzug sinkt kühle Höhenluft hinab. Aus diesem Auf und Ab im Luftstrom resultiert böiger Wind.

Der Blick zum Himmel verrät die Gefahr: Dort bilden sich mehr oder weniger hoch aufgetürmte Haufenwolken (Cumuli) bis hin zu Schauer- und Gewitterwolken (Cumulonimben). Wird eine nur moderate Luftströmung unten von einem sehr starken Höhenwind überlagert – Zuggeschwindigkeit der Quellwolkengipfel beobachten! –, fallen die Böen besonders heftig aus. Und ferner wichtig zu wissen: Der Wind dreht in den Böen stets nach rechts.

Je labiler die Luftschichtung ist und je höher die Wolken aufgetürmt sind, desto stärker dieser Windsprung. In einzelnen Schauer- und Gewitterwolken kann er um 30 bis 40 Grad rechtdrehen. Nach der Bö dreht er wieder zurück. Bilden die Schauerwolken jedoch eine langgezogene Linie, wie für Kaltfronten typisch, kann der Windsprung noch größer ausfallen. Dann allerdings dreht der Wind hinterher nicht mehr zurück, sondern er behält die neue Richtung bei. 

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Lars Bolle am 10.08.2018

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