Testbericht

Drei kleine Foiler für jedermann

Felix Keßler, Jochen Rieker, Michael Good, Lars Bolle am 13.09.2018

Mit den Foils als Hebel in Lee lässt sich das aufrichtende Moment zwar zusätzlich unterstützen, die Schwerkraft aber dennoch nicht komplett neutralisieren. Deswegen werden größere Einrumpfboote wohl nicht so schnell komplett abheben können. Für Monos gilt zumindest für die nahe Zukunft: Foilen ja, Fliegen nein.

Drei kleine Foiler für jedermann

Ein-Mann-Hightech-Foiler gibt es ab rund 10 000 Euro. Wir haben drei Foiler für jedermann getestet. Hier sind die technischen Daten und ersten Testeindrücke. Den vollständigen Testbericht gibt es hier zum Download. 

White Formula Whisper

Zu zweit gelingt der Einstieg ins Foilen leichter

White Formula Whisper

  • Das Großsegel ähnelt in der Silhouette den starren Cupper-Flügelmasten, ist aber konventionell aus Folie
  • Die nur drei Quadratmeter große Fock läuft auf einer Selbstwendeschiene. Ein Gennaker kann zusätzlich gefahren werden
  • Der Kat kann mit Einzel- oder Doppeltrapez gesegelt werden, Anfänger können aber auch nur ausreiten
  • Die vorderen Schwimmer­segmente sind dünnwandig und dürfen bei einer Kenterung nicht betreten werden; sie würden brechen
  • Die Höhenregulierung be­findet sich direkt hinter den Schwertern und wird mit ihnen zusammen aufgeholt. So lässt sich der Kat leichter slippen
  • Rümpfe und Beams sind als Einheit laminiert. Das spart Gewicht und erhöht die wichtige Steifigkeit  


Technische Daten "White Formula Whisper"
Rumpflänge: 5,40 m
Breite: 2,30 m
Gewicht:  110 kg
Großsegel:  12,6 qm
Fock: 3,0 qm
Gennaker:  16,0 qm
Stückzahl:  50
Preis segelfertig:  25 500 €

Waszp

Waszp: Die zahmere Version der schwer zu segelnden Motte

Waszp

Der von den Windsurfern entlehnte Gabelbaum erleichtert den Seiten­wechsel in Manövern. Der Pilot hat mehr Platz und kann sich unter dem Unterliek hindurchzwängen

  • Der Mast steht frei, ohne Wanten. Damit ist die Verletzungsgefahr bei einem Absturz über den Bug geringer
  • Die Wings lassen sich an Land senkrecht hoch­klappen, das Boot ist dann nur noch einen Meter breit
  • Der Rumpf ist in der Wasserlinie breiter und hat mehr Auftrieb als die Motte. Das Segeln im Verdrängermodus ist stabiler
  • Es wird ohne Trapez ge­segelt, dafür sitzt der Pilot auf dem Wing weit außen und kann zusätzlich ausreiten
  • Ruder und Schwert lassen sich zum Slippen aufholen, das erleichtert das Wassern enorm
  • Wie beim Vorbild tastet ein Fühler am Bug die Höhe zur Wasserlinie ab und reguliert automatisch den Auftrieb am T-Foil


Technische Daten "Waszp"
Rumpflänge: 3,35 m
Breite: 2,25 m
Gewicht: 48 kg
Großsegel:  6,9 oder 8,2 qm
Stückzahl: ca. 360
Preis segelfertig: 10 350 €

iFly 15

Der iFly 15 ist ein deutsches Fabrikat

iFly 15

  • Das Großsegel in zwei Größen entspricht mit dem Abschluss am Trampolin dem hohen Entwicklungsstand des A-Class-Katamarans
  • Die Rümpfe sind aus Carbon-Sandwich gefertigt. Die Plattform lässt sich für den Transport zerlegen
  • Das System der Höhen­kontrolle entspricht dem der Waszp und Motte inklusive des Abtasters am Bug
  • Die Schwerter lassen sich aus dem Höhenkontroll­system ausklinken, sie sind aufholbar. Der Kat segelt dann wie ein Nichtfoiler
  • Der Kat ist für Einzeltrapez konzipiert, kann aber auch zu zweit mit einem Gesamt-Crewgewicht bis 140 Kilogramm gut gesegelt werden
  • Das Trampolin ist doppellagig ausgeführt, sämtliche Leinen befinden sich im Zwischenraum. ­Zudem erzeugt es Auftrieb

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Felix Keßler, Jochen Rieker, Michael Good, Lars Bolle am 13.09.2018

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