Seite 3: Manöverkunde
Längsseits ablegen gegen den Wind

Das An- und Ablegen mit Katamaranen und ihren zwei Maschinen kann nicht trotz, sondern wegen ihrer großen Breite einfacher sein als mit Einrumpfern

  • Lars Bolle
  • Felix Keßler
 • Publiziert am 02.08.2018
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YACHT/P. Meyer Diese 9 Katamaran-Hafenmanöver müssen Sie kennen

Der Kat liegt längsseits, der Wind drückt ihn auf die Pier. Was zunächst schwierig erscheint, geht mit und sogar ohne Hilfsleinen schließlich doch recht einfach. Wichtig sind Crewmitglieder, die jene Ecken des Kats im Auge behalten, die der Skipper vom Steuerstand aus nicht gut sehen kann. Drei Varianten im Überblick:

Ohne Leinen: Die bei Kats enorme Drehfreudigkeit erleichtert das Ablegen 

Fotos: YACHT/Klaus Andrews/Lars Bolle; Montage: Lars Bolle Ohne Leinen: Mit Kats ist das seitliche Ablegen gar kein Problem

  1. Bei leichtem Wind, der den Kat nicht stark versetzt, ist das Ablegen sehr einfach. Alle Leinen lösen und einholen, dann langsam die Propeller gegenläufig arbeiten lassen.
  2. Am Heck gut abfendern. Ist die Drehung weit genug ausgeführt, langsam die abgewandte Maschine erst in den Leerlauf und dann auf Vorausfahrt bringen.

Mit Achterspring: Bei starkem auflandigem Wind hilft die Hebelwirkung 

Fotos: YACHT/Klaus Andrews/Lars Bolle; Montage: Lars Bolle Mit Achterspring: Hier hilft die Hebelwirkung

  1. Das Heck besonders gut abfendern, eine möglichst lange Achterspring auf Slip ausbringen. Mit der abgewandten Maschine und viel Schub rückwärtsgehen.
  2. Ist der Katamaran weit genug mit den Bugen herumgedreht, erst mit der landseitigen Maschine vorwärtsgehen, dann mit beiden. Den Festmacher zügig einholen.

Mit Vorspring: Auch über die Buge ist eine Drehung zum Ablegen gegen den Wind leicht

Fotos: YACHT/Klaus Andrews/Lars Bolle; Montage: Lars Bolle Mit Vorspring: Auch über die Buge kann man von der Pier wegdrehen

  1. Den landseitigen Bug abfendern und eine Vorspring auf Slip ausbringen. Wegen der Keilform des Buges muss diese nicht sehr lang sein. Mit der äußeren Maschine eindampfen.
  2. Die Drehung abwarten, am Bug bei den Fendern aufpassen. Langsam die landseitige Maschine rückwärts dazuschalten, dann mit beiden rückwärtsgehen, die Leine einholen.
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