Seite 3: An Deck und am Gashebel
Leckende Luken und Gas-Klemmer

Kleinere technische Defekte können meist schnell behoben werden – auch von Charterern. 10 Schrauber-Tricks für unbeschwerte Segelreisen

  • Andreas Fritsch
  • Felix Keßler
 • Publiziert am 31.05.2018
Diese 10 Tricks helfen bei jeder Bootspanne Diese 10 Tricks helfen bei jeder Bootspanne Diese 10 Tricks helfen bei jeder Bootspanne

Yacht / Klaus Andrews Diese 10 Tricks helfen bei jeder Bootspanne

3. Luken lecken

Problem: Kommt Seewasser über Deck oder es regnet, lecken Luken, und die Polster oder auch die Einbauten werden nass. Mit Salzwasser vollgesogene Polster trocknen nur schlecht;  sie müssen intensiv mit Süßwasser gespült werden.

YACHT/M. Amme Manchmal reicht schon ein Festziehen der Lukenverschlüsse, und im Schiff bleibt es trocken

Lösung: Bei unerfahrenen Mitseglern sichergehen, dass diese immer vor dem Ablegen alle Fenster richtig schließen, nicht etwa in der Lüfter-Stellung lassen. Falls vorhanden, Pilzlüfter in Luken mit dem Stift in der Mitte dichtziehen! Auf eingeklemmte Leinen achten! Ist das der Fall, und ein Crewmitglied tritt aufs Fenster, können sich Rahmen verziehen oder Scheiben brechen! Leckagen können auch über kleinste Schmutzpartikel auf den Dichtungen entstehen, die wie Kapillare wirken und winzige Rinnsale erzeugen. Gründlich säubern, zur Not mit Gewebeband abkleben. Manchmal sind auch nur die Hebel etwas locker, über die Schraube in der Mitte können sie nachgezogen werden, nicht zu fest, sonst kann das Plexiglas reißen! Hilft alles nichts, bleibt nur, das Fenster von außen zuzutapen.

4. Gas hängt

Problem: Es lässt sich kein Gang mehr ein- oder auskuppeln. Oder der Leerlauf- Druckknopf am Schalthebel hängt fest.

Klaus Andrews Mit etwas Schmierstoff geht der Gashebel in der Regel deutlich leichter

Lösung: Das kleinere Problem ist der hängende Leerlauf. Es ist meist mit der Demontage des Hebels und WD 40 oder einem anderen Schmierstoff an dieser Stelle schnell behoben. Hängt dagegen der Schaltzug, ist er meist gebrochen. Die Erfahrung lehrt, dass dies oft kurz hinter der Schaltung passiert. Eigner sollten grundsätzlich einen Schalt- und Gaszug an Bord haben. Fehlt der auf Charteryachten, was wahrscheinlich ist, hilft nur das Schalten per Hand durch einen Mitsegler direkt am Getriebe. Das ist leichter, als man glaubt, es erfordert fast keine Kraft, nur der Zugang zum Getriebe muss gesucht werden. Bei Saildrive-Antrieben ist das eine kleine Aluminium-Box mit Kühlrippen, bei Wellenanlagen dichter am Motor.

Für die Bedienung muss zunächst der blockierte Zug ausgehängt werden, was nach Lösen einer Schraube recht simpel geht. Vorsicht ist nur wegen heißer Motorenteile geboten; der Getriebehebel wird nicht sehr warm. Mit einem Crewmitglied, das unten auf Ansage schaltet, lässt sich ohne weiteres in den nächsten Hafen motoren.
Ähnlich bei defektem Gaszug (in der Nähe der Einspritzpumpe) verfahren: aushängen und per Hand bedienen.

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