Versicherung
Vollkasko für Jollen und Sportkats

Firmenich bietet Eignern kleiner Boote fortan denselben Kaskoschutz an wie Dickschiffseglern. Damit sind dann auch Teilschäden abgedeckt

  • Pascal Schürmann
 • Publiziert am 13.05.2011

YACHT/H.G.Kiesel

Viele am Markt erhältliche Jollen-Versicherungen decken lediglich den Totalverlust der Boote ab, etwa infolge von Diebstahl, Brand oder Sinken. Oder, wenn beispielsweise nach einer Kollision die Kosten für die Behebung der Schäden die Versicherungssumme übersteigt, es sich also um einen wirtschaftlichen Totalschaden handelt.

Teilschäden hingegen sind bei Jollen oftmals nicht mitversichert. Darauf weist Thomas Gibson hin, Abteilungsleiter bei Firmenich Yachtversicherungen. Daher habe man sich entschlossen, die eigenen Kaskobedingungen, von denen bislang nur Yachteigner profitieren, künftig auch Besitzern von Jollen und Sportkatamaranen anzubieten.

Dabei handelt es sich um die sogenannte Allgefahrendeckung mit fester Taxe. Die bietet Schutz gegen alle Gefahren, die nicht ausdrücklich in den Bedingungen ausgeschlossen sind.

Eingeschlossen ist zudem das Regattarisiko sowie Bergungs-, Wrackbeseitigungs- und Entsorgungskosten bis zu 2,5 Millionen Euro. Ferner Schäden, die im Winterlager oder beim Transport mit Land-, Fluss- und Seefahrzeugen entstehen.

Die Selbstbeteiligung entfällt bei Totalverlust, Einbruchdiebstahl, Schäden an persönlichen Effekten, Brandschäden verursacht durch Dritte, Blitzschlag, Kollisionen verursacht allein durch Dritte sowie bei Schäden durch höhere Gewalt an stillliegenden Booten.

Auch gibt es keine Abzüge „neu für alt“ bei Teilschäden. Persönliche Effekten sind prämienfrei bis zu zwei Prozent der Versicherungssumme (maximal 5.000 Euro) mitversichert, und ab Beginn wird ein Schadenfreiheitsrabatt in Höhe von 40 Prozent gewährt (Rabattretter nach fünf schadenfreien Jahren).

Die Höhe der Kaskoprämie ist abhängig vom Wert des Bootes. Bei 250 Euro Selbstbeteiligung beträgt sie jährlich zum Beispiel für einen Zugvogel (älter als 15 Jahre, Versicherungssumme 14.000 Euro) 178,50 Euro. Für einen 505er (Bj. 2007, Versicherungssumme 20.000 Euro) wären ebenfalls 178,50 Euro fällig. Ein Topcat 3 (BJ. 2011, Versicherungssumme 15.000 Euro) würde mit 214,20 Euro zu Buche schlagen.

Für alle Boote kann die Selbstbeteiligung auf 500 Euro erhöht werden, wodurch sich die genannten Prämien reduzieren.

Eine Haftpflicht-Versicherung für Jollen bietet Firmenich je nach Segelfläche und ob in Kombination mit einer Kasko-Versicherung für 50 bis 63 Euro im Jahr.

Mehr Infos unter www.firmenich-yacht.de


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