Versicherung
Geld zurück bei Seekrankheit

Die Allianz bietet neuerdings eine Reiseversicherung an, mit der es eine Art Schadenersatz gibt, sollte dem Versicherten auf See übel werden

  • Pascal Schürmann
 • Publiziert am 10.03.2014

Schwindel und ein flaues Gefühl im Magen. Bei starker Dünung erwischt die Seekrankheit viele Segler - selbst die Erfahrensten

Viel Geld für einen Törn bezahlt, und dann das: Kaum auf See, kommt Übelkeit auf. Im schlimmsten Fall leiden Betroffene schwer, müssen sich permanent übergeben und können stunden- oder gar tagelang die Koje nicht verlassen. Den Törn unbeschwert genießen, daran ist nicht mehr zu denken.

Bislang mussten sich derart Erkrankte mit der Situation abfinden. Seit neuestem jedoch kann man sich zumindest eine Entschädigungsleistung sichern, sollte einem auf See längere Zeit schlecht werden.

Möglich macht es der von der Allianz-Tochter Elvia entwickelte  "Schiff-Vollschutz" . Der ist in erster Linie zwar für Kreuzfahrttouristen gedacht, doch im Versicherungsprospekt steht ausdrücklich: "gültig für alle Reisearten", und ein Flyer wirbt gar mit dem Slogan: "Gesund und sicher reisen – weltweit auf großen und kleinen Schiffen". Theoretisch könnte also auch jeder Chartersegler die Versicherung in Anspruch nehmen.

Damit es wirklich Geld gibt – pauschal 50 Euro pro Tag für längstens fünf Tage –, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Unter anderem gilt: "Die versicherte Person muss sich bei einer Windstärke bis zu maximal fünf Beaufort aufgrund von Seekrankheit 24 Stunden durchgängig auf der Sanitätsstation oder in der Kabine befunden haben." Und: "Die versicherte Person ist verpflichtet, die Seekrankheit und die Windstärke durch schriftliche Bestätigungen des Schiffsarztes sowie der Schiffs- oder Reiseleitung nachzuweisen."

Zwar gibt es auf Segelyachten in der Regel weder Schiffsarzt noch Sanitätsstation. Denkbar aber wäre, dass der Skipper sowie ein weiteres Crewmitglied, welches im Logbuch offiziell als medizinisch Verantwortlicher ausgewiesen wird, dem Erkrankten bescheinigen, wegen fortwährender schwerer Übelkeit einen oder mehrere Tage lang die Koje gehütet zu haben.

Der Elvia-Schiff-Vollschutz, der neben der Seekrankheitsentschädigung vor allem eine Reiserücktritt- und Reiseabbruch-Versicherung, eine Gesundheits- und Reiseassistance sowie einen Umbuchungsgebühren-Schutz umfasst, ist für Törns bis maximal 45 Tage und einem Reisepreis bis zu 10.000 Euro pro Person bzw. Familie/Paar gültig. Er kostet abhängig von der Höhe des Reisepreises inklusive einer Reisekrankenversicherung und ohne Selbstbehalt für Törns in Europa ab 43 Euro, für Törns weltweit ab 55 Euro.


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Themen: AllianzElviaSchadenersatzSchiff-VollschutzSeekrankheitÜbelkeitVersicherung

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