Seemannschafts-Serie Teil 3
Der richtige Umgang mit Leinen und Tauwerk

Wir zeigen, worauf zu achten ist beim Aufschießen und Sichern von Leinen, beim Stauen, Spannen und Werfen von Tauwerk. Jetzt im PDF-Download

  • Lars Bolle
 • Publiziert am 19.04.2022
Das Werfen von Leinen gehört schon zur hohen Schule und will geübt sein. Bei kritischen Manövern sollte man sich nicht auf seine Wurfkünste verlassen Das Werfen von Leinen gehört schon zur hohen Schule und will geübt sein. Bei kritischen Manövern sollte man sich nicht auf seine Wurfkünste verlassen Das Werfen von Leinen gehört schon zur hohen Schule und will geübt sein. Bei kritischen Manövern sollte man sich nicht auf seine Wurfkünste verlassen

YACHT/N. Guenter Das Werfen von Leinen gehört schon zur hohen Schule und will geübt sein. Bei kritischen Manövern sollte man sich nicht auf seine Wurfkünste verlassen

Der routinierte Umgang mit den vielfältigen Leinen an Bord gehört zum seemännischen Grundhandwerk und ist in erster Linie ein Sicherheitsaspekt. Ein Leinenknäuel, Wuhling genannt, kann ärgerlich und seine Entwirrung lästig und zeitraubend sein. Ist jedoch Tauwerk in bestimmten, entscheidenden Situationen unklar, können daraus schlimmstenfalls Schäden an Material und Mensch resultieren – wenn etwa ein Gennakerfall nicht gefiert werden kann, weil sich in der Leine endlos Kinken bilden und diese vor der Hebelklemme blockieren. Dann kann man zerren, wie man will; das Ufer rückt unterdessen unerbittlich näher.

Oder bei Hafenmanövern: In Folge 2 der großen YACHT- Seemannschaftsserie haben wir verschiedene Ablegesituationen gezeigt. Allen gemein war, dass zuletzt immer ein auf Slip gelegter Festmacher eingeholt werden musste. Wenn dieser jedoch an einem Ring oder einer Klampe am Steg wegen eines Kinkens stecken bleibt, ist das beste Manöver für die Katz.

Warum diese Kinkenbildung gerade heute mit modernem Tauwerk immer noch passiert, liegt wohl auch – wie in anderen Seemannschaftsbereichen – daran, dass tradiertes Wissen vermittelt wird, das nicht mehr unbedingt zu sich ändernden Gegebenheiten passt. So hat wohl jeder einmal gelernt, dass ein aufgeschossenes Leinenbündel nur dann schön und richtig ist, wenn alle Buchten in Runden und gleichmäßig nebeneinander liegen. Das gilt so für geschlagenes Tauwerk. Schießt man dagegen modernes geflochtenes auf dieselbe Weise auf, dreht mit jeder Bucht das Tauwerk einmal ein, und die gefürchtete Kinkenbildung ist garantiert.

In Folge 3 der großen YACHT- Seemannschaftsserie werden Tipps zum korrekten Umgang mit Tauwerk gegeben. Zwei hier schon einmal vorab: Das eingangs beschriebene Szenario mit dem Gennakerfall lässt sich entschärfen, wenn das Fall sauber entwirrt ins Heckwasser geworfen wird. Dort dreht es sich aus, eine Kinkengefahr besteht kaum noch. Das Fall aber vor dem Gennakerbergen nicht einholen, sondern aus dem Wasser heraus fieren. Und: Leinen immer von der festen Part aus entwirren, also vom Beschlag aus. So kann sich das Tauwerk ausdrehen, Knoten lassen sich leichter lösen.

Die Seemannschafts-Serie ist Kernbestandteil eines YACHT-Kennenlern-Abos, zu dem sechs Hefte gehören. Zu den Abobedingungen geht es hier (bitte klicken).

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Themen: LeinenSeemannschaftSerieTauwerk

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    Seemannschaft: Serie, Teil 3, Umgang mit Tauwerk
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