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Im Namen des Volkes abgesichert

Versicherungsanbieter peppen Rechtsschutzpolicen für Segler auf und senken Prämien. Doch lohnt der zusätzliche Schutz wirklich?

Pascal Schürmann am 17.11.2010

Recht haben und Recht bekommen sind bekanntlich zwei verschiedene Paar Schuhe. Diese Erfahrung müssen leider hin und wieder auch Segler machen, ob als Skipper oder Crewmitglied einer eigenen oder gecharterten Yacht. Wer auf Nummer sicher gehen will, schließt daher eine Rechtsschutzversicherung ab, die auf die speziellen Bedürfnisse von Seglern ausgerichtet ist.

Zwei renommierte Yachtversicherungsmakler haben jüngst ihre Bedingungswerke kräftig ausgeweitet.

So verspricht die Hamburger Yacht-Versicherung beispielsweise ihren Kunden eine "unkomplizierte Abwicklung, schnelle Prämienübersicht und umfassende Leistungen". Letztgenannter Punkt bedeute konkret "eine europaweite Absicherung in allen Streitfragen, bei denen anwaltliche Hilfe nötig wird — auf Wunsch auch inklusive Vertrags-, Sachen- und Mieterrechtsschutz". Die Versicherungssumme beträgt bis zu einer Million Euro.

Damit, so die Hamburger Yacht-Versicherung, seien alle Eventualitäten im Rechtsschutz abgedeckt: vom Streit nach einer Kollision über die Schadenhöhe, von der mangelhaft ausgelieferten Yacht bis hin zum Ärger mit dem Winterlagerbetreiber.

Interessant für alle versicherungswilligen Eigner einer Yacht mit einem Wert bis zu 200.000 Euro ist die Kombi-Offerte der Hamburger Yacht-Versicherung: Gegen eine Jahresprämie von 104,50 Euro gibt es 500.000 Euro Versicherungssumme europaweit inklusive Mieter-, Sachen- und Vertragsrechtsschutz. Auch für Eigner, die ihre Yacht regelmäßig oder gelegentlich verchartern, habe man ein spezielles Angebot entwickelt.

Auch die in Berlin und Hamburg ansässige Firmenich Yachtversicherung hat ihre Rechtsschutz-Leistungen ausgeweitet und die Prämien gesenkt. Neben Vorteilen wie Gültigkeit in ganz Europa, den außereuropäischen Anrainerstaaten des Mittelmeers sowie zusätzlich sechs Monate weltweit, beinhalte der Verkehrs-Rechtsschutz gleich mehrere Bereiche. Der Versicherte sei, so Firmenich, auf den Gebieten Schadenersatz- und Strafrechtsschutz abgesichert; der Vertrags- und Sachenrechtsschutz werde nun sogar ohne Mehrprämie geleistet.

Außer den beiden genannten Anbietern haben viele weitere Makler und Direktanbieter Rechtsschutzpolicen für Eigner und Charterer im Programm. Ein sorgältiger Vergleich lohnt fast immer. Die umfassende Anbieterübersicht finden Sie hier.

Hilfreiche allgemeine Informationen zur Rechtsschutzversicherung, für wen sie sinnvoll ist, worauf man im Kleingedruckten achten sollte und vieles mehr gibt es unter anderem beim Bund der Versicherten.

Ein ausführlicher Artikel zu allen gängigen Wassersportversicherungen ist in YACHT 21/2010 erschienen. Heftnachbestellung unter 0521/55 99 11.

Pascal Schürmann am 17.11.2010

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