Versicherung

Mehr Leistungen für Charterer

Die Hamburger Yacht-Versicherung erhöht die Deckungsumfänge für Reiserücktrittskosten- und Kautionspolicen und bessert die Insolvenzdeckung entscheidend nach

Pascal Schürmann am 05.07.2017
Seahelp

Bitteres Ende eines Chartertörns. Damit die finanziellen Folgen einer solchen Havarie für Skipper und Crew überschaubar bleiben, kann man sich versichern

Mit erhöhten Versicherungssummen reagiert die Hamburger Yacht-Versicherung, Fachmakler für Boots- und Charterversicherungen, nach eigener Auskunft auf die gestiegenen Ansprüche im Charterbereich. "Die gecharterten Yachten und damit auch die Crews werden zunehmend größer. Das schlagt sich dann in der Höhe der Reise- und Kautionskosten nieder", so Katja Pilski aus dem Charter-Team des Unternehmens. "Bisher reichte es, Kautionen bis zu einer Höhe von 5.000 Euro abzusichern, der Trend geht jedoch zu höheren Summen."

Daher ließen sich bei den Hamburgern nun Kautionen bis 10.000 Euro versichern, teilt der Makler mit. Gegen einen Prämienaufschlag kann zusätzlich das Regattarisiko in die Kautionsversicherung eingeschlossen werden. Ferner neu bei der Hamburger Yacht-Versicherung: Ab sofort können Skipper, die gegen Entgelt Crews auf gecharterten Booten fahren, entsprechende Kautionen versichern.

Bis zu 20.000 Euro Reisekosten regulär versicherbar

Ebenfalls erhöht wurden die Versicherungssummen in der Reiserücktrittskosten-Versicherung. Reisekosten bis zu 20.000 Euro lassen sich nun absichern. Bei höheren Ausgaben werden die Prämien individuell berechnet. Und war bisher der komplette Rücktritt vom Chartertörn für alle nur dann möglich, wenn der über den vollen Reisepreis versicherte Skipper erkrankte, kann nun auf Wunsch und gegen Mehrprämie auch bei Krankheit nur eines Crewmitgliedes die komplette Stornierung der Reise versichert werden. "Wir reagieren damit auf die Wünsche unserer Kunden, denn häufig verlieren die Crews die Lust auf den Törn, wenn ein Crewmitglied durch Krankheit ausfällt", sagt Katja Pilski.

Eine durchaus wichtige Änderung gibt es auch in der Insolvenzdeckung, also für den Fall, dass der Charteranbieter Pleite geht, nachdem die Chartergebühr überwiesen wurde. Ab sofort genügt es, dass der Charterbetreiber zahlungsunfähig ist, um das gezahlte Geld von der Versicherung zurückzuerhalten. Bislang musste erst ein gerichtliches Insolvenzverfahren gegen den Vercharterer laufen, bevor die Versicherung zahlte. Katja Pilski dazu: "Da gerade bei ausländischen Charterbasen oftmals aber gar kein Gerichtsverfahren eingeleitet wird, war die Ergänzung der Absicherung auf die Zahlungsunfähigkeit des Vercharterers ein wichtiger Punkt, den wir für unsere Kunden nun anbieten können."

Charterpolicen können "last minute" abgeschlossen werden 

Bis auf die Reiserücktrittskosten-Versicherung können sämtliche Charterdeckungen bis kurz vor Törnantritt abgeschlossen werden, im Zweifel sogar noch nach Übergabe des Schiffs. Der Makler hat zu diesem Zweck im Internet jüngst einen "Chartershop" eröffnet. So lassen sich auch mit dem Tablet oder Smartphone unter www.schomacker.de die gewünschten Leistungen ganz einfach auswählen und via Paypal bezahlen.

Wie immer gilt aber auch bei Charterversicherungen: Vergleichen lohnt. Vor dem Abschluss ist es sinnvoll, Angebote anderer Anbieter einzuholen. Vergleiche von und Wissenswertes über Charterversicherungen sind zuletzt in YACHT 2/2013 (Vergleich Skipper-Haftpflicht-Policen und Kautionsversicherungen) sowie in YACHT 25/2016 (Tipps zur Kautionsversicherung sowie Vergleich von Sicherungsscheinen und Insolvenzversicherungen) erschienen.

Pascal Schürmann am 05.07.2017

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