Bootsversicherung

10 Irrtümer über Yachtversicherungen - Teil 2

Pascal Schürmann am 17.04.2018

Irrtum 2:

Die  feste  Taxe ist immer fest, auch wenn das Schiff schon alt ist und die Versicherung bereits seit vielen Jahren besteht.

Der Begriff "Feste Taxe" bedeutet nichts anderes als die Festlegung eines festen Be­trages beziehungsweise einer pauschalen Versicherungssumme. Der Begriff "Taxe" ist dabei mitunter missverständlich, zumal er im gewöhnlichen Gebrauch kaum bekannt ist. Unterm Strich dient er der Streitvermeidung im Schadenfall. Das funktioniert aber nur, wenn die Versicherungsbedingungen entsprechend eindeutig formuliert sind und nicht anders ausgelegt werden können. Ungemach kann etwa dann drohen,  wenn in den Bedingungen eine zeitlich begrenzte "Feste Taxe" vorgesehen ist, zum Beispiel für die Dauer von fünf Jahren. Denn was passiert bei einem Schadenfall, der danach eintritt? Kritisch können auch Formulierungen sein wie "sofern die Versicherungssumme bei Abschluss der Versicherung dem Wert des Schiffes entspricht, gilt diese als Feste Taxe" oder "die Versicherungssumme hat bei Abschluss der Versicherung dem Wert des Bootes zu entsprechen".

Beispiel: Der Eigner einer lange versicherten Yacht erleidet einen Totalverlust. Die Versiche­rung zahlt ihm jedoch statt der ursprünglich vereinbarten Versicherungssumme lediglich den deutlich geringeren Zeitwert der Yacht aus. Sie beruft sich auf eine Klausel im Vertrag, derzufolge die "Feste Taxe" nur während der ersten fünf Versicherungsjahre Bestand hatte.

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Pascal Schürmann am 17.04.2018

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