Hafen-Graffiti

Wo Segler zu Künstlern werden – die größte Galerie der Welt

Wer in Horta auf der Azoren-Insel Faial festmacht, hinterlässt bleibende Spuren. Es ist gute Tradition, sich dort auf Piers und Molen im Bilde zu verewigen

Jozef Kubica am 29.05.2018
Molenkunst
YACHT / U. Janßen

Fotostrecke: Molenkunst in Horta auf den Azoren

Es heißt, dass die weitere Fahrt über den Atlantik nur dann eine gute wird, wenn vor der Ausreise vom Zwischenstopp auf der Azoren-Insel Faial ein traditionelles Ritual befolgt wurde: das Hinterlassen einer Signatur auf den Molen und Piers am Hafen.

Und die Blauwassersegler folgen dieser Aufforderung aus Aberglauben nur zu gern – so entstand rund um den Hafen von Horta über die Jahre ein großflächiges Kunstwerk, das immer weiter wächst. Denn Übermalen ist verboten, solange das hinterlassene Bild noch nicht verwittert ist. Das Areal gilt mittlerweile als größte Freiluftgalerie der Welt. 

Es ist oft sehr erstaunlich, mit welcher Kunstfertigkeit die Urheber bei ihren Werken zur Sache gehen. Tatsächlich fertigen die malenden Besatzungen auf manchen Yachten schon während der Anreise Schablonen an, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Es geht allerdings auch weniger aufwändig: Mittlerweile finden sich auf der Hafenmeile zunehmend einlaminierte Crew-T-Shirts als Erinnerung an den Besuch. Unsere große Galerie bestätigt das ausgeprägte künstlerische Talent, das vielen Seglern offenbar gegeben ist.

Übrigens: Direkt am Hafen liegt das "Peter Café Sport" – wie es in der berühmtesten Seglerbar des Planeten zugeht, lesen Sie in einer großen Reportage in der neuen YACHT. 

Jozef Kubica am 29.05.2018

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