Grand Soleil 39

Sportiv, schön und voller guter Ideen

Cantiere del Pardo möchte sich neu positionieren und baut dafür einen starken Performance-Cruiser für das mittelgroße Segment

Michael Good am 21.12.2011
Grand Soleil 39

Die Linien bleiben markentypisch. Trotzdem findet mit der 39 auch eine Erneuerung statt

Die neue 39er ersetzt im Programm von Cantiere del Pardo gleich zwei ältere Typen, die Grand Soleil 37 (Test in YACHT 20/05) und die 40er (YACHT 3/07). Die markantesten Unterschiede: Das Heck ist deutlich breiter und wuchtiger geworden und das Cockpit jetzt offen. Das ermöglicht zwei Steuerräder mit einem freien und ungehinderten Durchgang in der Mitte. Dazu fallen die Fenster im Rumpf jetzt größer aus. Als geschickt eingesetztes Stilelement können sie den auffällig hohen Freibord kaschieren. Das neue Boot ist sichtlich voluminöser als die Vorgängermodelle, baut höher und ist im Verhältnis zur Länge auch breiter.

An Deck sind kaum Leinen und Schoten zu sehen; das laufende Gut wird so weit wie nur möglich in Kanälen geführt. Optisch sieht das edel aus und ist auch funktional klar ein Plus. Die Wanten des Zweisaling-Riggs sind jetzt direkt mit dem Rumpf verbunden. Damit kommt nur noch der hohe und schlanke Riggplan mit einer kurzer Genua in Frage. Die Holepunkte wurden nun auf dem Kajütdach montiert. Die damit schön kurzen Schotwege machen das Handling und das Trimmen des Vorsegels einfach.

Beim Test der Grand Soleil 39 in Italien sorgte ein Starkwind-Durchbruch bis zum Schluss für schwierige Bedingungen. Trotzdem hinterließ die Yacht auch seglerisch einen guten und leistungsstarken Eindruck. Dazu ist das Layout an Deck von hoher Funktionalität und kann mit neuen und durchdachten Lösungsansätzen punkten. 

Grand Soleil 39

Offen und lichtdurchflutet. Der Salon ist jetzt weniger verbaut und wirkt luftiger

Unter Deck zeichnet sich die Neue durch einen sehr schönen und modernen Innenausbau aus. Cantiere del Pardo arbeitet mit vielen weißen Flächen und setzt vermehrt auch lackierte Composit-Materialien ein. Das sieht fabelhaft aus und lockert den Innenraum optisch stark auf. Dazu kommt durch die vielen und größeren Fensterflächen nun auch mehr Licht nach unten. Im Standard wird das Boot mit Mahagoni-Furnieren ausgestattet, möglich ist zudem ein Interieur mit heller Eiche oder Teakholz. 

Die Italia Yacht 10.98 wird auf der Messe boot in Düsseldorf präsentiert (Halle 16, Stand B 02).

Der ausführliche Test jetzt in der neuen YACHT, Nr. 1/2012. 

Michael Good am 21.12.2011

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