Sun Odyssey 44DS

Spiel mit Formen und Farben

Mit der neuen Sun Odyssey 44 DS verleiht Jeanneau seinem engagierten Programm von Yachten mit Deckssalon neuen Glanz. Der Tourer im Test

Michael Good am 18.01.2012
Sun Odyssey 44DS

Sun Odyssey 44DS: neue Formen, frische Farben

Designer Franck Darnet hat für dieses Projekt erstmals mit Jeanneau zusammengearbeitet. Er hat beim neuen Boot der DS-Serie den typischen Schwung des Kajütaufbaus in einem großen, harmonisch geformten Bogen bis fast zum Heck durchgezogen. Betont wird diese doch sehr spezielle Optik der Yacht zusätzlich durch farblich abgesetzte Abdeckungen für die Kanäle der Groß- und Genuaschoten am Aufbau. „Augenbrauen“ nennt man bei Jeanneau diese mutige optische Spielerei. 

Beim Rumpf hingegen setzten die Franzosen auf Bewährtes. Der Kasko samt Kiel und Ruder stammt vom Schwesterschiff Sun Odyssey 439 aus Jeanneaus herkömmlichem Fahrtenprogramm. Das Boot hat im YACHT-Test (Heft 6/11) gute Leistungen unter Segeln bewiesen, zeigte sich temperamentvoll, wendig und überzeugte mit viel Steifigkeit am Wind. Philippe Briand hat den Rumpf gezeichnet, der wie viele derzeitige Konstruktionen mit Kimmkanten versehen ist.

Auch für das Rigg der Sun Odyssey 44 DS bedienen sich die Bootsbauer aus den Regalen der 439. Allerdings ist bei der 44er ein Rollmast Standard. Diese Ausstattungspolitik ist ungewöhnlich, wird von Jeanneau aber für alle Yachten aus dem gehobenen DS-Programm verfolgt. 

Sun Odyssey 44DS

Standardlayout mit zwei Kabinen. Ausbauversionen gibt es nur im Vorschiff

Franck Darnet hat nicht nur dem Deck eine eigenständige Optik verliehen, sondern auch den Innenausbau mit vielen frischen, unkonventionellen Stilelementen versehen. Neu und für das Auge gewöhnungsbedürftig sind die dunklen Furniere aus Walnussholz. Bei einem Schiff wie der Sun Odyssey 44 DS mit seinem ungewöhnlich hellen, lichtstarken und voluminösen Interieur ist dies aber durchaus stimmig. 

Die Sun Odyssey 44 DS kommt vorerst nicht als Ersatz für ein älteres Boot der DS-Reihe ins Programm, sondern als Ergänzung zu den bisherigen Modellen, also der 42er, 45er und 50er. Anders als ihre Schwestern bietet die 44 DS im Achterschiff nun keine Layout-Alternative mit einer oder zwei Kammern mehr, es bleibt bei der Eignerkabine achtern mit dem üppig dimensionierten, zentralen Doppelbett unter dem Cockpitboden. Dafür gibt es neuerdings Ausbauvarianten im Vorschiff.

Die Sun Odyssey 44 DS steht als Deutschland-Premiere auf der Messe boot in Düsseldorf (Halle 16, Stand B 02).

Der ausführliche Test  jetzt nachzulesen in der neuen YACHT 3/2012.

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Michael Good am 18.01.2012

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