Interview

Pieskes Proa-Abenteuer in der Südsee

Der Lübecker ist seit 2016 in der Südsee mit seiner Proa "Ana Varu" auf Törn, um die Seefahrtstradition der Pazifik-Völker neu zu entdecken. Ein Interview

Andreas Fritsch am 18.12.2018
Pieske
B. Pieske

"Ana Varu" in voller Fahrt

Burghard Pieske segelte 2016 mit seinem Zehn-Meter-Proa-Selbstbau 2016 von Asien nach Guam. Mit an Bord war ein Nachkomme der einheimischen Chamorro-Indianer. Fast 1500 Seemeilen kämpften sich die beiden meist gegen den Wind auf der historischen Route, auf der die Besiedelung des Pazfikis begann. Die verlief von West gegen den vorherrschenden Wind, da viele der Inseln seinerzeit übervölkert waren.

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Unterwegs waren die Entdecker damals mit dem einfachen Ausleger-Boot der Inseln, der Proa. Mit einem Rumpf und der "Ama" sowie simplen Lateinersegeln wird sie nicht gewendet, sondern man ändert dafür die Fahrtrichtung, mit dem sogenannte "shunten". Mit seiner in Deutschland gebauten "Ana Varu" segelt Pieske seit der Überfahrt nach Guam in den Inseln der Marianen.

Sein Ziel: "Ich wollte ja nicht nur als Yachtie kommen, der ein paar Tage bleibt, ein paar Geschichten mit den Einheimischen austauscht und dann weitersegelt. Das habe ich früher gemacht, es war okay. Aber diesmal wollte ich mehr Nähe, so tief wie nur möglich in die Kultur vor Ort eintauchen – und meine 'Ana Varu' war dabei der Türöffner."

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Der Deutsche wurde von den Locals sehr positiv aufgenommen, und es gelang ihm, tief in die Kultur der Menschen vor Ort integriert zu werden:

"Die Leute fühlten sich geehrt, dass da ein Europäer kommt, der sich mit ihren maritimen Wurzeln beschäftigt, ein authentisches Boot gebaut hat und so segelt wie ihre Vorfahren. Eine Idee baut Brücken. Die regionale Presse schrieb zu unser Ankunft auf Guam: 'ein Bote unserer Ahnen'."

Im Interview mit der YACHT berichtet Pieske von seinen Törns zu paradiesischen, unbewohnten Inseln, die aber bedroht sind. Er wurde von den Einheimischen zu Ritualen und Feiern eingeladen, was faszinierende Einblicke in die Kultur der Südseebewohner ermöglicht. Aber er berichtet auch von einer Kultur, die um ihr Überleben kämpft.

Das ausführliche Interview jetzt in der neuen YACHT, Heft Nr. 1/2018, am Kiosk oder digital erhältlich.

Andreas Fritsch am 18.12.2018

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