Recht

Osmosefreiheit eine Illusion?

Polyesterschiffe können naturgemäß nicht frei von Osmose sein. So der Tenor zweier Urteile deutscher Gerichte. Was bedeutet das für Segler?

Alexander Worms am 16.08.2011
Nils untersucht einen Rumpf

Interessent im Zweifel: Wie sichert man sich beim Kauf am besten gegen Osmose?

Osmose beschreibe einen Vorgang, nicht einen Zustand. Und der Vorgang beginne, sobald das Schiff im Wasser liegt. Ein unabdingbarer, naturgemäßer Prozess könne nicht Gegenstand einer Garantie sein. Zeigen sich bei einem Schiff also nach dem Kauf die verräterrischen Blasen, kann der Verkäufer dafür, auch wenn Osmosefreiheit garantiert wurde, nicht zur Rechenschaft gezogen werden, so die Gerichte. Das sehen Experten wie Werftchef Peter Wrede oder Sirius-Boss Torsten Schmidt völlig anders: „Eine weltfremde Sicht. Wenn über Osmose und Garantie geredet wird, ist jedem klar worum es geht. Nämlich um das Schadensbild, nicht um eine wissenschaftliche Herleitung”, so Schmidt. Vereinbaren Käufer und Verkäufer diese Garantie, ist es ja gerade ihre Absicht, den neuen Eigner zu schützen. Das geht nun kaum noch.

In Ausgabe 18/2011 der YACHT zeigen wir, wie Verträge dennoch so gestaltet werden können, dass ein Schiff ruhigen Gewissens gekauft werden kann. Zudem werden Möglichkeiten aufgezeigt, was zu tun ist, wenn doch Blasen zu sehen sind. Selbermachen oder die Sanierung in die Hände einer Werft geben? MIt welchen Kosten ist zu rechnen? Wie kann ein Gutachten, das vor dem Kauf durchgeführt wird, schützen? Auch interessant der Tipp von Peter Wrede: „Am besten, man kauft ein Schiff mit sichtbarer Osmose, drückt den Kaufpreis entsprechend und saniert es. Dann ist es garantiert osmosefrei! Wenn wir das machen, geben wir sieben Jahre Garantie."

Alles zum Thema ab dem 17.08.2011 in der YACHT.

Alexander Worms am 16.08.2011

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