Sun Odyssey 439

Nachfolge logisch geregelt

Die neue Jeanneau kann in jeder Hinsicht bestätigen, dass die kleine Schwester 409 den Titel als Europas Yacht zu Recht gewonnen hat

Michael Good am 01.03.2011

Hoher Freibord und viel Weiß. Die 439 ist ein klares Volumenschiff

Kaum eine andere Werft verfolgt die Entwicklung innerhalb einer Linie so konsequent und aufwändig wie Jeanneau. Mit der Sun Odyssey 409 (Test YACHT 23/2010) haben die Franzosen den Auftakt in eine komplett überarbeitete Fahrtenlinie gemacht. Mit Erfolg: Das Boot hat aus dem Stand die Nominierung und schließlich auch den Titel als Europas Yacht des Jahres 2011 geschafft. 

Nun kommt auch schon das nächste Schwestermodell nach, die Sun Odyssey 439. Optisch und konzeptionell ist das Philippe Briand-Design von der kleineren 409 kaum zu unterscheiden. Es sind dieselben Linien und dasselbe Layout, lediglich um einen Meter Rumpflänge gestreckt umgesetzt. Als Neuheit für das Programm hat Jeanneau insbesondere die allseits in Mode gekommenen Kimmkanten (Chines) sowie erstmals auch abklappbare Badeplattformen eingeführt. 

Dazu kommt ein flexibleres Riggkonzept mit drei verschiedenen Vorsegel-Varianten. Neben der standardmäßig mitgelieferten Genua mit 106 Prozent Überlappung ist optional auch eine große Genua für Leichtwind- und Binnenreviere oder aber eine Selbstwendefock für Segler im hohen Norden erhältlich. Damit zeigen sich die Franzosen wandlungsfähig und können so noch mehr Kundenwünsche erfüllen.   

Beim Test vor Les Sables d’Olonne an der französischen Atlantikküste kann die Sun Odyssey 439 die guten Segeleigenschaften ihrer kleinen Schwester im Test bestätigen. Auch die 439 zeigt sich vor allem auf den Kursen hart am Wind temperamentvoll und wendig. Sie kommt nach dem Manöver schnell wieder in Schuss und segelt steif, auch in den Böen. 

Die Sun Odyssey 439 wird im Standard als Dreikabiner oder als Option in einer Charterversion mit vier Kabinen  angeboten. Eine Eignerversion mit nur zwei Kammern, dafür mit großer Backskiste wie das Vorgängermodell 42i, ist allerdings nicht mehr erhältlich. Die neue von Jeanneau kostet 175.640 Euro in der Basisversion und positioniert sich damit erwartungsgemäß günstig und auch in der Nähe der vergleichbaren Konkurrenz aus den Großproduktionen.

Die Sun Odyssey 439 im YACHT-Exklusivtest. Jetzt im neuen Heft 6/2011

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Michael Good am 01.03.2011

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