Test Swan 54

Gelassen und genussvoll auch bei 6 Beaufort

Zwei Mal hatte die YACHT Gelegenheit, Nautors derzeit kleinste Fahrtenyacht zu testen – bei Leichtwind in Finnland und bei ordentlicher Brise vor Mallorca

Jochen Rieker am 02.01.2017
Swan 54
YACHT/E. Kjellman

Anmut und Grazie – Der neuen Swan 54 sieht man ihre edle Abstammung schon aus der Ferne an

Von den zwei Neuheiten, mit denen die finnische Luxuswerft Nautor ihr 50-Jahre-Jubiläum feierte, war sie die bodenständige, die erwartbare, die typische Swan. Anders als die zeitgleich präsentierte, ganz in Carbon gebaute ClubSwan 50, die als One-Design-Racer reüssiert, ist die Swan 54 eine reine Fahrtenyacht. 

Sie basiert auf dem Rumpf der Swan 53 und wirkt von den Linien her fast klassisch: Mit schrägem Steven, relativ niedrigem Freibord, tiefem V-Spant im Vorschiff und maßvoll verjüngtem Heck sieht sie anmutig zeitlos aus. Das liegt auch am völlig neu entwickelten Deck mit markant gestaltetem Kajütaufbau, großen Cockpit und einer sauber integrierten Badeplattform achtern, die sich über fast die gesamte Breite zieht.

Unter Deck zeigt sich die Swan 54 modern, hell und weiträumig – ein Effekt, der zu einem nicht geringen Maße auch den großen Rumpffenstern zu verdanken ist, die Nautor gegen Aufpreis anbietet. Qualität und Eleganz sind mit Händen zu greifen – so edel die Materialien, so naht- und makellos die Verarbeitung.

Dabei kommt auch die Praktikabilität nicht zu kurz: Stauraum findet sich in Hülle und Fülle, und mit zahlreichen Ausbau-Optionen für die Mittschiffskammer und die teilmöblierbare Backskiste Steuerbord achtern können Eigner das Boot gut den eigenen Vorlieben und dem Verwendungszweck anpassen. Ob als Boot für den Törn am Wochenenede oder im Urlaub oder als Langfahrtyacht – alles machbar.

Swan 54 Nautor segeln 2016 ESK_0733

Bei um die 10 Knoten Wind beginnt sie schon zu laufen, ab 15 Knoten marschiert die Swan 54

Ihren größten Trumpf aber spielt die Swan 54 auf See aus, und dann insbesondere, wenn es auf anderen Booten schon ungemütlich wird. Die Art und Weise, wie sie 5 bis 6 Beaufort nimmt, ist schlicht beeindruckend. Selbst oberhalb der Reffgrenze ließ sie sich im Test stets auf Kurs halten, ohne Krampf, ohne Tücke, ohne Bocken in der Welle. Dabei lieferte sie Werte ab, die sie zu einem höchst angenehmen Begleiter auf langen Fahrten machen.

Lesen Sie den ausführlichen Testbericht der Swan 54 jetzt exklusiv in der neuen YACHT 2-2017 (von 4. Januar am Kiosk) – und schauen Sie sich das Boot auf der boot an (ab 21. Januar auf dem Messegelände Düsseldorf, Halle 16). 

Jochen Rieker am 02.01.2017

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