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"Gehütet wie ein Schatz"

Neben der Ladung waren einst Seekarten das wertvollste Gut an Bord eines Schiffs. Längst vergangene Zeiten? Von wegen! Warum sie bis heute unverzichtbar sind

Pascal Schürmann am 17.11.2020
Interview Seekarte Theis 2020 SSc_STS_20120930_Navigation007
Stefan Schorr

Die frühen Handelskapitäne waren nicht nur auf möglichst korrekte Kartenwerke angewiesen. Sie selbst sorgten auch dafür, dass ihre nautischen Unterlagen fortwährend um ihre eigenen Beobachtungen erweitert, ergänzt oder berichtigt wurden. Das taten sie keineswegs nur aus eigenem Interesse. Vielmehr waren sie seitens der Hydrografischen Institute dazu verpflichtet, unterwegs Aufzeichnungen anzufertigen und diese nach ihrer Rückkehr den Kartografen zur Verfügung zu stellen.

Eine neue Ausstellung hätte seit dem Wochenende im Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven über die Geschichte und Bedeutung der Seekarte bis in unsere Zeit informieren sollen. Corona-bedingt ist das Museum nun leider aber geschlossen bzw. nur digital besuchbar. 

Wir konnten zuvor jedoch mit Dr. Frederic Theis sprechen, der die Ausstellung konzipiert hat. Aus eigener Segelpraxis weiß er um die Wichtigkeit der Papierkarten, ist sich aber natürlich auch bewusst, dass heutzutage immer mehr Segler lieber den Plotter nutzen und die Papierkarten häufig ungenutzt im Kartentisch bleiben. 

Theis kritisiert die elektronischen Navigationshelfer nicht, sondern sieht sie als nützliche Ergänzung zum herkömmlichen Kartenwerk. Warum das auch heute noch unverzichtbar ist und was sich daraus viel besser ablesen lässt als von einem Plotter, das erklärt er in der neuen YACHT (Heft 24/2020, ab sofort im Zeitschriftenhandel und als Digitalausgabe erhältlich sowie hier bestellbar).

Pascal Schürmann am 17.11.2020

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