Segeltechnik

Flügel-Spi im Praxisvergleich

Bietet der Parasailor wirklich die Vorteile von Spi und Gennaker bei leichterem Handling? Wir haben die Segel auf Schwesterschiffen getestet

Hauke Schmidt am 16.01.2012
Parasailor

Parasailor und Spi im Kampf Boot gegen Boot

Ein sattes Pfeifen liegt über der Marina Rubicon, die Windmessanlage verkündet bereits im Hafen 18 bis 20 Knoten. Mitte November hat der Nordostpassat Lanzarote fest im Griff. An Wind­mangel sollte der angesetzte Vergleich von Parasailor, herkömmlichen Spinnakern und Gennakern kaum scheitern. Im Gegenteil, die Bedingungen verheißen anspruchsvolles Vorwindsegeln. Die meisten Fahrtenskipper auf Nord- und Ostsee würden das bunte Tuch angesichts der zügigen Luftbewegung gar nicht erst aus der Tüte holen.

Parasailor

Der Parasailor lässt sich auch ohne Spibaum fahren

Für unseren Test dagegen scheint der kräftige Passat optimal. Schließlich soll das oben geschlitzte Vorwindsegel selbst bei derartigen Verhältnissen noch problemlos von einer Zweiercrew zu bewältigen sein – mehr noch, im Gegensatz zum Spi soll der Parasailor sehr ruhig stehen und für einen gleichsam schnellen wie komfortablen Weg nach Lee sorgen. Wobei der Hersteller verspricht, zusätzlich auch noch die Windeinfallswinkel eines Gennakers und Spis ab­zudecken. Kurz gesagt: die eierlegende Woll­milchsau.

In der Praxis sollte sich ein 140 Quadratmeter großer Parasailor gegen einen konventionellen Spi gleicher Größe und für vorlichere Windeinfallswinkel gegen einen entsprechenden Gennaker bewähren. Jeweils auf zwei baugleichen First 40.

Welches Segel den meisten Vortieb brachte und womit die Crew am entspanntesten nach Lee kam, lesen Sie in der aktuellen YACHT 3/2012, ab 18.1. am Kiosk.

Hauke Schmidt am 16.01.2012

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