Vänern-Törn

Ein vänomenales Segelerlebnis

Mit dem Kleinkreuzer unterwegs auf dem größten Trinwasserreservoir Europas – dem schwedischen Vänern. Ein Törn wie kein anderer

Martin-Sebastian Kreplin am 14.02.2011

Steinig. Die Ufer des Vänern sind oft seicht und voller Untiefen

So fühlt es sich also an, wenn man der letzte Mensch auf der Welt wäre. Die Umge­ bung versinkt in finsters­ tem Schwarz. Kein Leucht­ feuer, kein Fensterlicht, keine Straßenlaterne weit und breit. Kein von Menschen verursachtes Geräusch. Am Ankerplatz drängt sich skandinavischer Ur­ wald bis nah ans Ufer. Käuze schlagen, Blät­ ter rascheln, es knackt unheimlich im Unter­ holz. Einzig das Lagerfeuer verströmt ein wenig Geborgenheit. Großes Abenteuer, gerade mal eine Tages­ reise von Deutschland entfernt.

Einsam. Häfen sind rar, die Auswahl an Ankerplätzen dafür umso reichhaltiger

Doch nur wenige machen sich auf den Weg. Hierher, das ist der Vänern, Europas dritt­ größter Binnensee und mit 153 Kubikkilo­ metern klarem Wasser auch Europas größter Trinkwasserspeicher. Allenfalls Durchrei­ sende, die den Göta­, Dalsland­ und Troll­ hätte­Kanal befahren, kommen von außer­ halb. Verweilen tun sie meist nicht. So bleibt der Vänern den Einheimischen überlassen: jeder Menge Wochenendurlaubern, darun­ter viele enthusiastische Angler.
Die wissen: Der See hat es wortwörtlich in sich. Nicht nur zig Fischarten beheimatet er. Zehntausend Wracks sollen auf dem Grund verteilt liegen, Opfer der vielen Un­tiefen und des oft ruppigen Seegangs.Obgleich ein Binnenrevier, tut man gut daran, den Vänern nicht zu unterschätzen.

Welche Ziele sich lohnen, an welchen Orten Vorsicht geboten ist und wo sich dann auch am sonst so einsamen Vänern die Segler tummeln, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der YACHT.

Martin-Sebastian Kreplin am 14.02.2011

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