Großsegler

Die "Peking": vom Wrack zum Schmuckstück

Wie geht es voran mit der Sanierung des Flying P-Liners "Peking"? Und warum wird sie neun Millionen Euro teurer als geplant? Ein Werftbesuch liefert Antworten

Uwe Janßen am 29.01.2019
Peking
YACHT / T. Everke

Museumsschiff "Peking": So wie hier in New York soll die Viermastbark bald wieder zugänglich sein

Es ist in etwa Halbzeit beim Großprojekt "Peking"-Sanierung – Zeit für eine Zwischenbilanz. Also für einen Besuch der alten Lady auf der Peters-Werft in Wewelsfleth. Tatsächlich, so zeigt sich dabei, hat sich eine Menge getan, seit der marode Flying P-Liner im Sommer 2017 zum Refit an der Stör eintraf.

Seit 1976 hatte das 1911 bei Blohm + Voss gebaute Schiff zuvor an der Pier 16 in Manhattan mehr oder weniger vor sich hingegammelt. Das South Street Seaport Museum, dessen Attraktion die "Peking" war, konnte den stählernen Giganten schon lange nicht mehr unterhalten. Das Schiff verwahrloste zusehends und wurde schließlich verschenkt, Hauptsache, weg damit.

In diesem Zustand kam die "Peking", eigentlich ein Fall für den Abwracker, seinerzeit nach einem Transatlantik-Törn im Dockschiff bei der Peters-Werft an. Das Traditionsunternehmen hatte den Auftrag erhalten, das legendäre Schiff zum Herzstück eines Schifffahrtmuseums im Hamburger Hafen herzurichten.

Peking

Die ersten Schritte der Rumpf-Überholung sind getan, die "Peking" wurde zunächst wieder ausgedockt

Schon damals mahnten Fachleute nach Begutachtung der Schäden, die veranschlagten 26 Millionen Euro würden dafür wohl nicht genügen. Und so kam die Nachricht im vergangenen Herbst kaum noch überraschend: Die Reparatur sollte nun mit 34,8 Millionen Euro zu Buche schlagen, eine Steigerung von 34 Prozent. Die "Bild" schlagzeilte prompt: "Die 'Peking' wird ein Millionengrab." Das geschah just zu der Zeit, als das gesamte Ausmaß der Kostenexplosion bei der Sanierung der "Gorch Fock" allmählich bekannt wurde, und so drängt sich die Frage geradezu auf, ob bei der Kalkulation der "Peking"-Instandsetzung ebenso dilettantisch vorgegangen wurde – oder  ob die Kosten anfangs womöglich bewusst niedrig angesetzt wurden.

Unter anderem diesen Fragen geht die YACHT in ihrer aktuellen Ausgabe nach. Wir haben mit den Verantwortlichen über die Kostenentwicklung gesprochen und den Stand der Arbeiten auf der Großbaustelle begutachtet. Außerdem gibt es einen Abriss der spannenden Geschichte der "Peking" sowie einen fachmännischen Ausblick in ihre Zukunft. Die steht zumindest in einem Punkt fest: Liefertermin des Schiffs ist der 5. Mai 2020. Viel spricht dafür, dass Hamburg an diesem Tag ein Schmuckstück bekommen wird.

Alle Einzelheiten zum aktuellen Stand der Dinge lesen Sie in YACHT 4/2019. Das Heft ist ab sofort im Handel erhältlich, im DK-Shop  oder direkt hier digital!

Uwe Janßen am 29.01.2019
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