Abenteuer

Antarktis-Törn auf Shackletons Spuren

Vor 100 Jahren segelte der Polarforscher 700 Meilen im Beiboot bis Südgeorgien. Ein Team aus Seglern und Alpinisten ist ihm jüngst gefolgt

Pascal Schürmann am 26.04.2016
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Die "Santa Maria Australis" auf dem Weg in die Antarktis

Die Geschichte des britischen Polarforschers ist längst legendär: Die Antarktis wollte er durchqueren. Daraus wurde nichts. Seine "Endurance" blieb auf dem Weg zur antarktischen Küste im Packeis stecken. Es folgte eine monatelange Drift, schließlich hielt der Großsegler dem Druck des Eises nicht mehr stand und sank. Shackleton und seine 27 Crewmitlgieder flohen zuvor von Bord – aufs Eis. Außer Proviant und Ausrüstung hatten sie auch die Beiboote gerettet.

Die Männer strandeten schließlich auf Elephant Island, einem verlorenen Außenposten weit vor der Küste der Antarktis, fern jeglicher Zivilisation. Von dort brach Ernest Shackleton mit fünf Kameraden auf, Hilfe zu holen. In einem notdürftig umgerüsteten Beiboot, der "James Caird", nahmen sie Kurs aufs 700 Seemeilen entfernte Südgeorgien. Dort wollten sie in den Walfängerstationen die Rettung der "Endurance"-Crew organisieren.

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Die Expeditionsteilnehmer auf Elephant Island

Sie schafften es tatsächlich. Allein, Südgeorgien überhaupt zu finden war eine navigatorische Meisterleistung. Ganz zu schweigen von den unerbittlichen, schweren Winterstürmen im Südatlantik, die es zu überleben galt. Angekommen, mussten sie das Inselgebirge zu Fuß überqueren, um zu den Walfängern auf der anderen Seite Südgeorgiens zu gelangen. In einem 36-stündigen Gewaltmarsch bezwangen sie auch dieses letzte Hindernis. Schlussendlich wurden Monate später dann auch die auf Elephant Island zurückgebliebenen Männer gerettet. Alle!

Wolff Kloss, der mit seiner "Santa Maria Australis" seit Jahren immer wieder Törns in der Kap-Hoorn-Region, zur antarktischen Halbinsel und nach Südgeorgien fährt, ist anlässlich des 100-Jahre-Jubiläums den Spuren Shackletons gefolgt. An Bord eine Crew aus deutschsprachigen Seglern und Alpinisten. Darunter Tina Uebel, eine Autorin, die gern extreme Reisen unternimmt, zu Lande und zu Wasser. Mit Kloss war sie bereits Jahre zuvor unterwegs, als der mit der "Australis" Nord- und Südamerika umrundete. 

Nun hat Uebel einen packenden Bericht von dem Törn auf Shackletons Spuren mitgebracht. Teil 1, von den Falklandinseln bis Elephant Island, ist jetzt nachzulesen in der neuen YACHT (Heft 10/2016, ab sofort am Kiosk und als Digital-Ausgabe erhältlich).

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Sturm, Eis und Nebel – eine gewaltige Herausforderung selbst in heutiger Zeit

Pascal Schürmann am 26.04.2016

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