Charter
Zur Kasse gebeten

Charter-Skipper werden nach großen Schäden immer häufiger von Versicherern zur Kasse gebeten, teils über die Kaution hinaus. Der Vorwurf: grobe Fahrlässigkeit

  • Andreas Fritsch
 • Publiziert am 03.09.2019
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Yacht-Pool Zur Kasse gebeten

Größere Schäden an der gecharterten Yacht zu verursachen ist wohl der Albtraum eines jeden Skippers. Das Eingestehen des eigenen Versagens vor der Crew, Verhandlungen mit dem Basispersonal, schlimmstenfalls sogar ein abgebrochener Urlaub. Denn häufig ist der Chartertörn nach kapitalen Schäden, wie Grundberührung, Kollisionen oder Schäden am Ruder und Ähnlichem, beendet, man muss zurück zur Basis, oder das Boot muss noch vor Ort gekrant und umfangreich repariert werden.

Die Kaution des Kunden ist dann oft futsch, sofern sie nicht versichert war. Peinlich berührt wird die Heimreise angetreten. Der Skipper hält das ganze Drama für erledigt und entspannt sich allmählich wieder, doch manchmal kommt dann nach einigen Wochen oder Monaten das böse Erwachen: Die Versicherung meldet sich beim Kunden, wirft ihm grobe Fahrlässigkeit vor und fordert ihn auf, den Schaden komplett zu übernehmen. Der YACHT sind mehrere Fälle bekannt, in denen Versicherer bei Totalverlusten versuchten, dem Kunden den gesamten Schaden, teils über 200.000 Euro, in Rechnung zu stellen. Die Folge sind – neben dem Schock – dann meist Anwalts- und Gerichtstermine, um zu versuchen, das Schlimmste für die eigenen Finanzen zu verhindern.

Doch wie kommen die Versicherer zu einem derart rüden Vorgehen gegen ihre Kunden? Die Gründe dafür sind komplex. Die YACHT hat sie recherchiert, mit Versicherern und Anwälten gesprochen. Wir erklären, wie Sie sich vor unangemessenen Forderungen am besten schützen, und erläutern seemännisch, wie Sie das Schlimmste ganz einfach verhindern können.

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Themen: Chartergrobe FahrlässigkeitKautionSchaden

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