Seemannschaft
Wenn zwei sich nicht streiten

Langstreckentörns bergen ein erhöhtes Risiko von Zwist in der Crew. Wir geben Tipps, wie sich Spannungen an Bord vermeiden lassen

  • Johannes Erdmann
 • Publiziert am 01.04.2014

Flaute auf dem Ozean. Sie zerrt mehr an den Nerven der Crew, als ein ausgewachsener Sturm

"Der Idiot verpennt schon wieder seinen Wachbeginn! Das kann ja wohl nicht wahr sein …" Für den Mann am Ruder entwickelt sich der gemütliche Freund so langsam zum Ärgernis. Es ist nämlich nicht das erste Mal – seit dem Start vor einer Woche auf Antigua geht das schon so. Aber nun reicht es. Das ist nicht mehr locker zu nehmen, wie anfangs, auch wenn es nur um ein paar Minuten geht: Das ist Schikane.

Beide Segler sind auf ihrem Weg nach Europa durch die Amwindkurse hinauf in den Westwindgürtel sehr erschöpft. Das Zusammenleben auf 32 Fuß strapaziert das Verhältnis zusätzlich. Mittlerweile ist es so zerrüttet, dass insgeheim genau Buch geführt wird: "Gestern zwei Minuten die Wachablösung überzogen, heute sogar fünf." Am Hals schwellen vor Wut die Adern. Die Spannung ist beinah zu greifen.

Eine Entwicklung, wie sie schon viele Crews erlebt haben, gewiss nicht nur auf dem Ozean: Sie starten in Harmonie und Freundschaft, und bereits nach kurzer Zeit auf See sind sie einander in heftiger Abneigung verbunden. Aber wie kommt es, dass das Bordleben auf Langfahrt menschliche Beziehungen mehr noch als das Landleben unter Druck setzt? Und wie geht man damit um, wenn es kein Ventil für den Zorn auf den anderen gibt, mehr noch: wenn man weiterhin auf ihn und seine Zuverlässigkeit angewiesen ist?

Wir haben uns mit erfahrenen Hochseeskippern über dieses Phänomen unterhalten und auch einen Psychologen zu Wort kommen lassen. Lesen Sie die besten Tipps zur Streitvermeidung in der neuen YACHT 8/14 – ab sofort am Kiosk erhältlich.


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